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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen vieler Autoren zum Lesen und Mitmachen</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Mon, 10 Aug 2026 01:22:08 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Mon, 10 Aug 2026 01:22:08 +0200</lastBuildDate>
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    <title><![CDATA[Grüner Veltliner 2025, Gerhard Markowitsch, Carnuntum, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86237</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 22:41:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Sehr helles Gelb, verhaltene Nase, Kernobst, dezente Veltlinerwürze, am Gaumen komplett trockene Anmutung, harmonische Säure, mittlerer Körper, ordentliche Substanz bei unaufdringlichem bis neutralem Charakter, sicher sehr gut als Begleiter zu nicht übermäßig würzigen Gerichten wie zum Beispiel Wiener Schnitzel, als Solist kein völliges Unding, aber auch kein sonderlich überzeugendes Erlebnis<br><br>86<br><br>Verkostet am 09.08.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Crème de Riesling - Pet Nat suche bìle - Perlive víno - Moravske zemské víno 2020, Dobrá Vinice, Moravia, Tschechien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79177</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 21:10:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/10/20231017_151109.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 16.10.2023:

Farblich ein leicht angetrübtes, dichteres Goldgelb, sehr verhaltene Perlage mit Feinstbläschen, die aber beständig die Mundhöhle bekribbeln. Riecht satt frisch nach Limetten-, Pomelo- und Zitronenzestenextrakt, dazu ein leichter Stinker, der sich auch hartnäckig hält, bleibt aber auf der (mich) animierenden Seite. Am Gaumen geht's mit Zugabe von Bilimbi so weiter, der verjusigen Säure steht kein Gramm Speck gegenüber, etwas Zitronengras auf der Kräuterseite, ein Hauch (Kräuter-) Salz noch, sauerer Kalkschaum fällt mir zur Steinseite ein. Der Minutenabgang lebt dann auch von diesem reduktiven Zestenkonzentrat, im Finale dann auch Albedo von Pomelo und Limette.

Krasses Zeuch! Nix für Weicheier, denn dem Nullzucker steht eine Mördersäure gegenüber, die sicher nicht jedermanns Sache ist, und die grünzitrische Reduktivfrucht ist bestimmt auch nicht mehrheitsfähig. Wenn man aber mit solch fordernden Schäumern generell auf Du ist, sollte man sich das nicht entgehen lassen.

Wertung vom 16.10.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 15.08.2025:

Visuell schon ein deutlich angedunkeltes Goldgelb, eher verhaltener, ultrafeiner Blubber mit hoher Ausdauer. Die Nase bekommt zuerst einiges an volatilem Säurenebel ab, dann pure Etherik von Pomelo, Limette und Pampelmuse, minimal auch Krautwickel. Am Gaumen wird die Agrumenetherik noch um Tamarinde und Bilimbi ergänzt, die krasse Säure ist recht verjusig, ein paar sehr belebende Kräuter ergänzen die mineralische Seite mit gelöschtem Kalk. Auch der mehrminütige Abgang ist äußerst etherisch-frisch und dabei so kompromißlos, daß die meisten Leute hier sicher bereits längst ausgestiegen sind.

Ich finde solche kantig-fordernden Sachen ja generell recht schön, aber solche Extremisten wie diesen kann ich auch nicht jeden Tag verklappen. Heute jedoch paßte das wunderbar zum ebenso extremen Wetter und hat mir dabei extrem viel Freude gemacht. Deshalb ist meine erneut recht hohe Wertung auch stark situationsabhängig und würdigt vor allem die aus meiner Sicht -heute- perfekte Struktur, im Rahmen einer Reihenverkostung mit komplexeren Sachen sähe das vermutlich ein bißchen anders aus. Aber Objektivität ist beim Wein ja nicht meine Stärke…

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: ein bißchen was war noch übrig, der gestern schon nicht soo üppige Blubber hat sich aber erstaunlich gut gehalten. Immer noch ein recht fordernder Schaum, aber die Agrumen haben sich etwas zur orangen Seite hin entwickelt, wirkt nun auch leicht stoffiger. Eine durchaus vielversprechende Entwicklung! Wenn ich's erwarten kann, warte ich mit der nächsten Flasche noch zwei Jahre...

Wertung vom 15.08.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 09.08.2026:

Optisch ein leicht trübes, angedunkeltes Goldgelb im Glas, der Blubber ist leider nicht mehr so dolle, perlt aber doch beständig wie fein nach. Geruchlich ein recht kompromißlos trockener, absolut fettfreier Mix aus allerlei grünen bis gelben Agrumen mit recht hohem Etherikanteil auf der grüneren Seite. Am Gaumen kommen noch Bilimbi und Tamarinde sowie Karambole hinzu, oberschwingungsmäßig auch etwas Meerrettich; die Säure ist ultraknackig und ebenso klar, steinseitig wirkt’s extrem kühl-kalkig. Beim recht langen Nachhall macht sich dann der aufgeschüttelte Heferest am meisten dämpfend bemerkbar.

Ich hab diesmal den Heferest von Anfang an schön in der Flasche verteilt, um zumindest etwas Puffer in dem recht kompromißlosen Getränk zu haben, aber es bleibt dabei, daß das kein Wein für Sissis ist und auch ich kann das eigentlich nur mit Genuß trinken, wenn der Körper aufgrund der aktuellen Temperaturen nach fortgeschrittener Erfrischung lechzt. Und genau das funktionierte heute extrem gut. Also kein Schaum für alle Tage, aber heute war’s genial!<br><br>Verkostet am 09.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[un homme et une femme - Claude Lelouch - brut - Cidre 2024, Domaine des 5D, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83979</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 20:59:56 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/07/20250731_092642.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 10.08.2025:

Ein leicht trübes Gelborange im Glas, erst eher unauffälliger, aber sehr feiner Blubber, der dann jedoch kaum nachläßt; riecht nach mürben Renetten sowie etwas Mandarine, sehr feine Gerbstoffstruktur, geschmeidige Extraktsüße, fast eine kleine Spur von Lindenblütenhonig; die Säure ist kaum spürbar, dennoch weder breit noch klebrig wirkend, die Basis besteht aus Magnesium und etwas Kalk. Abgangsseitig ist die Trockensüße am ausgeprägtesten, belastet jedoch in keinster Weise, obwohl die Säure auch hier kaum zutage tritt.

Sehr trinkiger Cidre, und das, obwohl die Säure doch sehr stark im Hintergrund arbeitet und die Gerbstoffe auch recht in Richtung Geschmeidigkeit arbeiten; tatsächlich kann ich gar nicht so richtig sagen, warum der Cidre ungehemmt läuft, er tut’s einfach mit großer Freude…

Wertung vom 10.08.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 09.08.2026:

Ganz einfach kann ich’s mir heute nicht machen, nur halb-einfach, deshalb einfach die Überarbeitung meiner letzten Notiz: ein leicht trübes Gelborange im Glas, erst eher unauffälliger, aber sehr feiner Blubber, der dann jedoch kaum nachläßt; riecht nach leicht fermentierter Bittermandarine sowie auch etwas hopfig. Am Gaumen eine sehr feine Gerbstoffstruktur, ganz leicht adstringierend, geschmeidige wie herbe Extraktsüße, fast eine kleine Spur von zuckerfreiem Distelhonig; die Säure ist kaum spürbar, dennoch weder breit noch klebrig wirkend, die Basis besteht aus Magnesium und etwas Kalk. Abgangsseitig ist die herbe Trockensüße am ausgeprägtesten, belastet jedoch in keinster Weise, obwohl die Säure auch hier kaum zutage tritt, im Finale setzt sich vor allem die Bittermandarine in Szene.

Sehr trinkiger Cidre, und das, obwohl die Säure doch sehr stark im Hintergrund arbeitet und die Gerbstoffe auch recht in Richtung Geschmeidigkeit arbeiten; spannungsfördernd ist in erster Linie diese ungemein animierende, bittere Mandarinenvarietät, die’s in echt vermutlich gar nicht gibt, stell ich mir aber so vor. Nunmehr weiß weiß ich also, warum der Cidre so ungehemmt läuft und er tut’s mit großer Freude…<br><br>Verkostet am 09.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Parés Baltà Vino Ecológico D.O. Cava Brut Nature , Cavas Parés Baltà; Masia can Baltà, Sonstige, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86236</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 14:12:26 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Fruchtiges Kernobst, mittlere Perlage, wirkt trotz Brut Nature eher süffig und süß, lecker, kein Trinkwiderstand <br><br>88<br><br>Verkostet am 02.08.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[„Ganz Horn“ im Sonnenschein Riesling Großes Gewächs 2010, Weingut Ökonomierat Rebholz; Siebeldingen, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86235</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 13:58:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Goldfarben, intensiv gereifte Agrumen, Pampelmuse, noch keine Überreife, ein wenig Mineralität ist noch da, doch dann übernehmen wieder die ganz reifen Fruchtnoten und die immer noch strahlende Säure, die den Wein über die Zeit getragen hat, schöner Nachhall, aber jetzt trinken<br><br>94<br><br>Verkostet am 01.08.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chassagne-Montrachet AC 2018, Domaine Benoît Ente; Puligny-Montrachet, Burgund - Cote de Beaune, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86234</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 13:37:50 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Intensive, reduktive Nase, Feuerstein, aber die süße, würzige Holznote, die in eine prachtvolle Fruchtaromatik, gelb und reif, übergeht, wird nicht verdeckt, sehr schöne Länge und Säure, fast majestätischer, hervorragender Burgunder, macht Solo, aber auch als Begleiter zu Makrele, Schafskäse, Wolfsbarsch, Zwiebeln und Lamm alles hervorragend mit<br><br>96<br><br>Verkostet am 30.07.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pouilly-Fumé XXL 2022, André et Edmond Figeat, Loire - Poilly Fume´ , Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86233</link>    
    <pubDate>Sun, 09 Aug 2026 11:09:08 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Im Glas ein recht dichtes, mittleres Gelb.
In der Nase dominieren Aromen von reifen, gelbfleischigen Früchten (Aprikose, Pfirsich), dazu etwas Zitrusfrucht und eine nur leichte Stachelbeernote. Auch ein Hauch von Mandeln, Butter und weißen Blumen ist zu vernehmen.
Am Gaumen dominiert die Kraft: wieder reichhaltige Fruchtaromen - jetzt kommt vielleicht noch etwas Ananas dazu - und Struktur. Dezente Säure. Mineralische Noten und Feuerstein sehr gedämpft im Hintergrund. Recht kurzer, warmer Abgang.
Gut gemachter Wein, der mir aber in der Gesamtanmutung etwas zu gesetzt und behäbig auftritt.<br><br>Verkostet am 20.07.2026 von stefane]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Taittinger Prestige Rosé Champagner , Champagner Taittinger; Reims, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86232</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 23:50:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Überraschend hellrote Farbe, saignée, Gerbstoff auf der Zunge, zupacken dunkel, starker Rosé; im Restaurant, by the glass, zu Gazpacho und Tomatensalat<br><br>92<br><br>Verkostet am 30.07.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Terre d‘Histoire Champagne Brut Nature , Champagne Jean-Philippe Trousset; Les Mesneux, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86231</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 23:28:38 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Im Restaurant, by the Glass: hell, belebend, fein, schöne Apfel, Boskop-Noten, gute Interaktion mit den Ameuses Bruches aus Garten und Wattenmeer<br><br>91<br><br>Verkostet am 30,07.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pommard Premier Cru „Les Saussilles“ AC 2021, Domaine Guillaume Baduel; Pommard, Burgund - Cote de Beaune, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86230</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 23:10:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Erdig getragene Erdbeeraromen, weiche, aber rauchige Nase, im Mund wieder Erdbeere, erdige Gemüstöne, Rote Bete, Pflaume, dann kommen etwas Orangenschalen hinzu, klare , lebendige Säure, sehr schön, eine bestätigte Entdeckung, dieses kleine, aber feine Weingut<br><br>93<br><br>Verkostet am 27.07.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißer Burgunder & Chardonnay - [trocken] - Qw 2021, Karl H. Johner, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86229</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 21:18:03 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/08/20260808_182626.jpg" alt="" /><br />Visuell ein etwas helleres Goldgelb, nasal bin ich bei einer Mischung aus Zitronat, japanischem Bananenkonfekt, Gala-Melone und Nashi-Birne, das Ganze trotz einer gewissen Quietschigkeit doch komplett unplakativ, sehr subtile Großholzaromatik. Geschmacklich dann deutlich weniger quietschig, hier eher Nektarine und gelbe Pflaume, dazu eine feine Kalisalzspur; die Säure ist gut strukturiert, aber nicht fordernd und läßt auch eine gewisse Cremigkeit zu, bodenseitig eine Mischung aus pufferndem Kalk und kantelnder Vulkanik. Abgangsseitig ist die Salzspur dominierend, obwohl sie gar nicht mal so breit ist, aber sie ist hier der maßgebliche Spannungsgenerator, dahinter die leicht braunwürzige, feincremige Frucht.

Das zeigt von Nase bis Schlund ein recht interessantes Aromenpotpourri, trotz leicht cremiger Grundstruktur und gar nicht mal soo präsenter Säure wirkt das schon ziemlich spannend, woran das Salz nicht ganz unschuldig ist. Ich habe diesen Wein nicht in erster Linie für mich gekauft, sondern eher für meine regelmäßigeren Gäste, wobei ich auch bei diesen Sachen natürlich drauf achte, daß ich selbst auch eine gewisse Mindestfreude daran habe. Was hier durchaus gut gelungen ist, aus wärmeren Jahren wär das vermutlich nichts mehr für mich…<br><br>Verkostet am 08.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[L'Extra Lucidre - [brut] - Cidre Normand 2020, Domaine des Cinq Autels, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84513</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 16:29:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/20251114_163836.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 15.11.2025:

Optisch ein leicht trübes, dennoch leuchtendes Orangegelb, recht feiner wie ausdauernder Blubber, nasal gibt’s stark reduzierte, fast etwas staubige Orangen und Mandarinen vor dem eigentlichen Mostapfelaroma, ein paar feine Eisensalze im Anflug. Geschmacklich können sich die apfeligen Aromen etwas mehr behaupten, insbesondere die ledrigen, trotz Knarzetrockenheit und präsenten Gerbstoffen präsentiert sich der „Lucidre“ aber erstaunlich weich ohne deshalb weichgespült zu wirken, bodenseitig kommt zum Eisen(III)oxid noch eine Ladung Kalk dazu. Dann ein mehrminütiger, flaumiger und dennoch auch etwas kantiger Nachhall, der ebenfalls eine wunderbare Balance zwischen herber Ernsthaftigkeit und schmeichelnder Eleganz hinbekommt.

Das ist einer dieser gar nicht mal soo häufigen Cidres, die einerseits den anspruchsvollen Nerd (bzw. hier sogar noch in der Extremform des Trockenfuzzis) in höchstem Maße beglücken können, andererseits jedoch auch beim eher ungeübten Publikum deutliche Zustimmung erhaschen kann. Bei tatsächlichen 16 Grädern -aufgrund massiver Sonneneinstrahlung im Voralpenland aber derer gefühlten 23- ein Hochgenuß als Begleitung zu bretonischem, dosierten Meeresgetier…

Wertung vom 15.11.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 07.08.2026:

Ich beziehe mich mal wieder bequemerweise auf meine obenstehende Erstnotiz, diesmal gibt’s aber doch etwas signifikantere Abweichungen: das Geschäume ist bei dieser Flasche nicht mehr ganz so gut beieinander, was dazu führt, daß der Cidre mit steigender Temperatur schnell an Spannung verliert, weshalb es dann immer nur Einzelschlucke ins Glas gab. Ansonsten bestätigt sich der aromatische Eindruck der Erstbegegnung ganz gut, die Steinseite zeigt jedoch sich etwas geschmeidiger durch einen signifikanten Talcumanteil. Ob einfach Reifeprozeß oder nicht ganz so toller Verbundkorken, sei mal dahingestellt, hat mich gestern jedenfalls weniger begeistert als im November letzten Jahres…<br><br>Verkostet am 07.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling Zöbinger Heiligenstein Alte Reben 2012, Jurtschitsch, Kamptal, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86227</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 14:18:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helles grün-gelb, kühle Nase, saftige Frucht am Gaumen, Weingartenpfirsiche, Limetten, eher moderate Säure, sehr lange am Gaumen mit saftiger Frucht, insgesamt schöne Fülle, aber trotzdem nicht zu fett, noch sehr jung<br><br>94<br><br>Verkostet am 07.08.2026 von 82er Steirer]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Rüdesheim Spätburgunder trocken 2023, Robert König, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86228</link>    
    <pubDate>Sat, 08 Aug 2026 10:27:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Floral duftende Nase nach Erdbeere, Granatapfel und etwas Hibiskus. Im Hintergrund rauchige und fleischige Anklänge, Pancetta oder Lardo. Hellfarbig und schlank im Mund, ganz zart extrahiert, weich und fließend und doch mit Kontur. Ganz trocken, dennoch mit charmantem Fruchtschmelz. Dabei strukturell eher karg und mit transparenter Textur. Eine Weingattung sui generis sozusagen, irgendwo zwischen Rosé und Rotwein. Man muss das sehr gekühlt trinken. Dann macht das enorm Spass!<br><br>Verkostet am 08.08.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Lieser Niederberg Helden Riesling Spätlese 2008, Schloss Lieser, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=34746</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:36:04 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helles Gelb, wilde, ausdrucksvolle Nase, moderate Süße, rassige, aber perfekt eingebundene Säure, viel Spiel, bei enormer Geschmackstiefe sehr schlank und finessenreich, lang, idealtypische Moselspätlese, kann noch reifen, wirkt aber auch jetzt schon hochgradig überzeugend

05.08.2026


15 Jahre nach der Erstbegegnung immer noch sehr gut in Schuss, angenehme, leicht rauchige Reifenoten, Zitronenmelisse, Waldmeister, vielfältige, zwischen Agrumen und Aprikose changierende Frucht, schön eingebunderer Restzucker, lebhafte, aber feine Säure, die wunderbar mit der Süße spielt,  schlanker Körper, hochelegantes Gesamtbild, 93 Punkte<br><br>92<br><br>Verkostet am 01.09.2011 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Cuvée] - Gneisz és Csillám - száraz - OEM 2015, Weninger, Sopron, Ungarn]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=63276</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:33:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2019/11/20191128_194943.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 17.02.2018:

Im Glas zeigt sich ein mitteltransparentes, dunkleres Granatrot, für die Nase gibt's gleich recht dicht und saftig Schattenmorellen, schwarze Johannisbeeren und einen kleinen Brombeertouch; ein bißchen was steiniges schimmert durchaus schon durch. Am Gaumen zeigt sich die Frucht saftig-herb, die Tannine stützen diesen herben Eindruck bei gleichzeitiger, fast samtiger Struktur gepaart mit ganz dezenter Adstringenz. Die schöne und frische Säurestruktur scheint dem Blaufränkisch-Anteil (wie hoch?) geschuldet zu sein. Die Steine zeigen tatsächlich klar in Richtung auf was schieferiges, im Verbund kommt ein ganz leichtes Blutorangen-Bitterchen mit. Der Abgang ist ordentlich lang, auch hier wird der herb-saftige Charakter souverän präsentiert.

Ob die o.g. Rebsortenmischung nun tatsächlich genau so in der Flasche zu finden ist, vermag ich nicht zu sagen, aber insbesondere Blaufränkisch (Säurestruktur) und Syrah (Saftigkeit) sind für mich hier schlüssig; der Rest kann, muß aber nicht. In jedem Fall ein spaßbringender und nicht-banaler Rotwein mit einer exzellenten Balance zwischen Extrakt, Mineralik und Säure, dem ich auch bei einem Preis von deutlich mehr als 10+ Euronen ein gutes PLV bescheinigen würde.

Wertung vom 17.02.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 28.11.2019:

Ein dunkleres Rubinrot mit mittlerer Transparenz im Glas, für den Riechkolben gibt's saftige Brom- und schwarze Johannisbeeren, denen auch herbere Schattenmorellen und etwas Aronia gegenüberstehen, dazu ein bißchen Großholz. Am Gaumen dann ebenfalls eine schöne Mischung aus Saft- und Herbfrucht, dazu einige leicht zur Adstringenz führende Tannine, das Holz zeigt sich hier in Form einer mindestens 15 Jahre ungeschützt im Freien stehenden Bierbankgarnitur nach mehrstündiger Sonnenbestrahlung, weiters eine schöne herbe Steinbasis nebst gut dosierter Säure. Hängt ziemlich lang am Gaumen, hier hat die herbe Fruchtseite klar die Oberhand, die deutliche Säure sorgt für spannende Beschwingtheit.

Hat seit dem letzten mal an Spannung und Vielseitigkeit noch zugelegt, das Wechselspiel zwischen saftig-fetter und herb-kühler Frucht, welches für mich in erster Linie auf Syrah und Blaufränkisch hinweist, finde ich sehr animierend, die klasse Säurestruktur tut ihr übriges dazu. Schön vor allem, daß zumindest diese beiden Rebsorten für mich recht klar differenzierbar sind und sich nicht so ein breiiger Cuvée-Mischmasch-Geschmack ergibt. Einer meiner bemerkenswertesten Preis-Leistungs-Knaller im Keller.

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: im wesentlichen der gleiche Wein auf gleichem Niveau, wirkt aber etwas "stoffiger" und auch würziger; insbesondere am Gaumen gibt's nun etwas Pfeffer, Koriandersaat und einen Hauch Minze.

Wertung vom 28.11.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 07.05.2021:

Farblich ein dunkleres Violettrot mit mittlerer Transparenz, riecht dicht rotbeerenfruchtig mit reiferen Brom- und süßefreien Preiselbeeren sowie Zwetschgen, aber auch frischespendende Weichseln und Aronia spielen mit; leichte Holzbegleitung in Form von Eiche sowie eine ganz kleine Zigarrenkiste. Auch schmeckmäßig bestätigt sich das voll und ganz, hier noch etwas gegrillte rote Paprika, ein paar sehr samtige Tannine, welche einen kleinen Mikrofaserpelz verursachen, die Säure hält alles gut in Balance, steinseitig ein paar glimmerbitter beflaumte Kalkbröckchen (wobei das natürlich Einbildung sein kann, so nach dem Motto "wo Glimmer drauf steht, muß auch Glimmer drin sein", erscheint mir aber schlüssig). Der ziemlich lang hallende Nachhall zeigt die saftige Frucht von ihrer ernsthaftesten Seite, ansonsten eine schöne Bestätigung der gaumalen Seite, auch hier verursacht der amtliche Gehalt keinerlei Anstrengung.

Hat sich seit dem letzten mal noch etwas zur geschmeidigeren Seite hin entwickelt, ohne dabei schon zum Schmeichler zu werden. Wenn dieser Wein 15 Euronen kosten würde, würde ich ihm dennoch ein gutes PLV bescheinigen. Man erkennt hier die einzelnen Rebsorten recht gut, Merlot und Cabernet Sauvignon bringen ihre Charakteristika sehr schön ein und der Blaufränkisch macht alles locker-flockig, wobei ich die genaue Zusammensetzung nicht kenne (s.o.), aber das sind die Sorten, die ich zu erkennen glaube. Nachdem im Bordelais aus Gründen des Klimawandels ja nun auch einige dort bisher nicht zugelassene, teils nichtfranzösische Sorten verwendet werden dürfen, kommt mir gerade die ketzerische Idee, auch Blaufränkisch dort heimisch werden zu lassen (auch wenn ich nicht die geringste Ahnung habe, ob sich die Sorte da überhaupt wohlfühlen würde, wahrscheinlich aber eher nicht), jedenfalls würde mir dann der ein oder andere Bordeaux vermutlich deutlich besser in den Kram passen...

Verkostung vom 07.05.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 07.07.2022:

Ein dunkles Rubinrot mit geringer Transparenz im Glas, geruchsmäßig zeigen sich allerhand Beeren der eher kühleren Sorte, also vor allem schwarze Johannisbeeren und ein bißchen Aronia, aber auch ein gewisser Pflaumenanteil der frischeren Art spielt mit; dazu gibt's Zeder und Eiche aus der Möbelwerkstatt in angemessener Dichte. Geschmacklich bestätigt sich das mit der Frucht, insbesondere die Aronia behauptet sich selbstbewußt, aber nicht unangenehm mit ihrer etwas harschen Aromatik, dazu eine recht klare und frische Säure, das Holz ist hier etwas mehr in der zweiten Reihe unterwegs, die Tannine sind weitgehend abgeschmolzen, steinseitig stimmt das mit dem Glimmer nach wie vor. Der Abgang zieht sich mehrminütig hin und wärmt ein bißchen ohne Brandigkeit, im Finale fast das höchste Dichtegefühl.

Puuh, für einen Sechseinhalb-Euröner ist das auch und gerade im siebten Jahr ein sprichwörtlicher Mega-Stoff, ich hatte auch im 30plus-Bereich schon deutlich schlechtere Sachen im Glas! Der Wein stellt im derzeitigen Stadium für mich die perfekte Symbiose von warmem Rhône-Syrah und kühlem Blaufränkisch aka Kékfrankos dar, hat im letzten Jahr nochmals gut an Finesse zugelegt und zeigt heute keinerlei Spuren der Erschöpfung.

Wertung vom 07.07.2022: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 06.08.2026:

Immer noch ein dunkles Rubinrot mit nur geringer Transparenz und ohne jegliche Braunfärbung im Glas, geruchlich erinnern Brombeeren, Pflaumen und Tapenade sofort an Syrah, den aber frischere Komponenten wie Kirsche und schwarze Johannisbeere begleiten, dezente dunkle wie warme Holznoten mit Tabak bzw. Zigarrenkiste und Totholz rahmen das Ganze schön ein. Geschmacklich dann eine warme, aber nicht mastig-saftige Frucht, feine Tanninstruktur, die für etwas Adstringenz sorgt, gut austarierte Säure, sehr erdige Basis ohne Schwere, die herbe Gneis-und-Glimmer-Mineralik zeigt sich jedoch nur noch oberschwingungsmäßig. Dann ein mehrminütiger Abgang, bei dem der Merlot-Anteil etwas auftrumpft, vom Blaufränkisch aber gut in Schach gehalten wird.

Wohlgemerkt: dies ist ein Wein, den ich einst für sechsfuffzich erstanden habe, dafür ist das im elften Jahr schlicht großartig und selbst beim dreifachen Preis würde ich nicht zucken. Ist zwar stilistisch nicht (mehr) so ganz mein Beuteschema, aber heute paßte es zum Essen dann doch ganz gut, selbst das Glas danach lief ohne Hemmnis den Schlund hinunter. Die Steinseite war aber schon mal etwas spannender, daher heute ein kleiner Abschlag gegenüber dem letzten mal, dennoch viel Freude damit!<br><br>Verkostet am 06.08.2026 von EThC]]></description>
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    <title><![CDATA[Blaufränkisch Ried Prantner Eisenberg DAC Reserve 2019, Thomas Straka, Eisenberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86226</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:27:02 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Dunkles, dichtes Rot, schöne Wildkirschfrucht, festes mineralisches Fundament, feinkörnige Tannine, komplex und sehr lang, aber durchaus elegant, charakterstark und trotzdem sehr zugänglich<br><br>94<br><br>Verkostet am 05.08.2026 von Bernd Schulz]]></description>
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    <title><![CDATA[Blaufränkisch "Opal" Ried Hochcsater 2021, Stubits, Eisenberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86225</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 22:22:03 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Dunkles, dichtes Rot, eindringliche Nase, Brombeeren, Wildkirschen, leicht animalische Noten, kräftige, aber nicht zu grobkörnige Tannine, mineralisch fundiert, mittlerer Körper, kraftvoll, komplex, aber auch etwas kantig, eventuell noch zu jung<br><br>93<br><br>Verkostet am 06.08.2026 von Bernd Schulz]]></description>
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    <title><![CDATA[Rüdesheim Berg Rottland Riesling Großes Gewächs 2023, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86204</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 19:15:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Das würzigere und exotisch fruchtigere GG im Vergleich, auch wieder schöne Struktur, Holzfass spürbar, sehr schön<br><br>93<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
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    <title><![CDATA[Corisca Albariño Vino Blanco Ecologico 2024, Bodega Corisca; Pontevedra, Rias Baixas, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86223</link>    
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 18:57:40 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Hell, klassisch schöne Pfirsichtöne und andere helle Frucht, könnte noch etwas herber sein, bekommt eher was leichtes, aber angenehm schmelziges, gut zu Wolfsbarsch mit Kruste, zu Unagi Aal und Toro nicht ganz mithaltend, aber schön in den Abend hinein<br><br>88<br><br>Verkostet am 24.07.2026 von heres66]]></description>
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