	<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?>								   

<rss version="2.0">
<channel> 
  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen von weinaffe</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Thu, 13 Aug 2026 03:20:24 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Thu, 13 Aug 2026 03:20:24 +0200</lastBuildDate>
  <docs>http://www.beispiel.to/rss.php</docs>
  <generator>Rss Feed Engine</generator>
  <managingEditor>webmaster@verkostungsnotizen.net</managingEditor>
  <webMaster>webmaster@verkostungsnotizen.net</webMaster>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Lamothe Bergeron Cru Bourgeois  1996, Chateau Lamothe Bergeron, Bordeaux - Haut-Médoc, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86238</link>    
    <pubDate>Mon, 10 Aug 2026 19:40:38 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Für das Alter extrem vitales, leicht durchscheinendes Rubinrot ohne Ziegelrotnuancen. Aufgrund der Optik würde man den Wein deutlich jünger als 30 Jahre einschätzen.

Nase:
Klassik pur, ein Mix aus Havanna-Tabak, Leder, wirklich nur ein Hauch Bret, durchaus noch Frucht (Cassis, Kirsche), kühle, aber ausgereifte Stilistik, enorm jugendlicher Eindruck.

Gaumen:
bestätigt voll den Naseneindruck, absolut trocken, saftige Säure, noch etwas Rest-Tannin, gelungener Mix aus Würze (Holz, Tick floral, etwas Lakritze) und intakter, rotbeeriger Frucht, angenehm mittelgewichtig, angenehme, bourgeoise, charaktervolle Stilistik, ungeheuer trinkig (bei den tropischen Temperaturen natürlich gut eingekühlt), ordentliche Länge. Ein Altwein, der eigentlich keiner ist, mit großem Spassfaktor.

Fazit:
Wie wichtig eine optimale Lagerung ist und wie unterschiedlich sich Weine von Flasche zu Flasche entwickeln, zeigt dieser Bordeaux eindrücklich. Die Flasche hatte für dieses Alter eine sensationelle Füllhöhe ( ca. 1,5 cm unter Korkspiegel)und der Kork war ebenfalls noch sehr vital und wenig eingefärbt. Einige Verkostungsnotizen über diesen Wein haben verlauten lassen, dass der Wein schon deutlich über seinem Zenit sein soll. Für diese wohl optimal gelagerte Flasche gilt das überhaupt nicht. Der Wein in dieser Flasche ist wohl erst jetzt erstaunlicherweise auf seinem Peak angelangt. Besser wird er sicherlich nicht mehr, kann aber in dieser Flaschenverfassung durchaus noch ein paar Jahre im Keller weiterschlummern. In einer Blindprobe hätte ich den Wein sicherlich 15 Jahre jünger eingeschätzt.
 <br><br>89<br><br>Verkostet am 09.08.2026 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Sankt Antonius" Chasselas Landwein Main 2021, Martinshof, Familie Brock, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85926</link>    
    <pubDate>Sun, 21 Jun 2026 20:15:13 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
mittelkräftiges Goldgelb, klare Optik.

Nase:
elegante, unaufdringliche Reduktion, etwas Feuerstein,hefig-mineralischer Typ, dezente Frucht (Apfel, Quitte),erstaunlich jugendlicher Eindruck, macht neugierig auf den ersten Schluck.

Gaumen:
absolut trocken, salzig-mineralische Akzente, etwas Gelbfrucht, Feuerstein, etwas Curry, ein Hauch von Jura, stimmige eingebundene Säure, trotz Leichtgewichtigkeit (nur 10 Umdrehungen!) ist der Wein keineswegs dünn und schmalbrüstig, sondern hat erstaunlich viel Substanz für seine Gewichtsklasse, nicht ewig lang, aber mit seiner salin-mineralischen Grundcharakteristik entwickelt er einen unheimlichen Trinkfluss und reisst kein Loch in den Geldbeutel. Trinkt sich jetzt sehr schön und wird aufgrund seiner jetzigen Jugendlichkeit problemlos noch einige Jahre Spass machen.

Fazit:
Der Wein bereitet weit mehr Trinkspass als es die Punktzahl ausdrücken kann. Aufgrund seiner Alkoholleichtigkeit ist das der ideale Wein für die tropischen Abende und das durchaus mit einem gewissen Anspruch. Sehr gut angelegte 9 EURO für diesen Wein aus einem extrem handwerklich arbeitenden "Kleinbetrieb".<br><br>87<br><br>Verkostet am 20.06.2026 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Grande Reserve 1er Cru Zero Dosage , Daniel Etienne, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85925</link>    
    <pubDate>Sun, 21 Jun 2026 14:35:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold, sehr feine Perlage.

Nase:
etwas Agrumen, Hauch Quitte, vor allem viel Brioche, sehr mineralisch, reife, nur dezent oxidative Noten(30 % Solera-Weine), sehr komplex und bei aller Lebendigkeit mit Anspruch.

Gaumen:
trocken wie ein Pokerauge, aber dank gelungener Malo keinerlei Aggressivität in der Säureausprägung, dezente Gelbfrucht, perfekte Mitte zwischen Cremigkeit und mineralischer Hefewürze, salin, absolut speichelziehend, trotzdem kein Schmeichler, sondern ein charaktervoller und individueller Schampus. Ausgezeichnete Länge.

Fazit:
ein hochklassiger, von Pinot geprägter Brut Nature, der beim internen Wettbewerb der Vignerons Independants zu Recht mit Gold ausgezeichnet wurde. Dank Direktimport ist dieser tolle Schampus mit über 7 Jahren Hefelagerung ein veritables Schnäppchen und zeigt vielen deutlich teureren deutschen Schaumweinen ihre Grenzen auf. Champagner kann so preiswert sein !!<br><br>93<br><br>Verkostet am 20.06.2026 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot Brut Nature Degorgement tardif , Matthias Gaul, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85924</link>    
    <pubDate>Sun, 21 Jun 2026 14:06:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold, relativ feine Perlage.

Nase:
elegante Briochenoten, nussig, glasklar, sehr animierend.

Gaumen:
knalltrocken, glasklar, laserartige Säure, die aber nicht unreif daherkommt, mittlerer Körper, feine Perlage, spült den Gaumen wunderbar frei, deutlich hefig dank gut 5 Jahren Hefelagerung, saftig, erfrischend, sehr straight, ordentliche Länge.

Fazit:
Dieser Pfälzer Sekt würde in einer Champagner-Blindprobe garantiert nicht negativ auffallen. Ein kompromissloser Brut nature, bei dem die Frische und Knackigkeit im Vordergrund stehen und weniger die absolute Komplexität und Cremigkeit. Bei dem Ab-Hof-Preis von 18,90 EURO muss man lange suchen, um in dieser Klasse etwas vergleichbares zu finden. Top-Top-PLV!!<br><br>91<br><br>Verkostet am 20.06.2026 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot noir QW trocken 2019, 49,9 Grad Sobe + Werner GbR, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85691</link>    
    <pubDate>Thu, 14 May 2026 20:44:56 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik: mitelkräftiges, vitales und leicht durchscheinendes Rubinrot.

Nase: 
zunächst etwas verschlossene, dann immer mehr aufblühende und dicht wirkende Aromatik, Sauerkirsche, Hauch Him-und Brombeere, dezente und feine Holznote vom französischen Barrique, mit Finesse und Eleganz, trotzdem mit einiger Konzentration. Keinerlei Reduktionsnoten, es geht ja auch ohne :)

Gaumen:
richtig trocken (weniger als 1 gr. RZ), saftige Säure, sehr feinkörniges Tannin, nur mittelgewichtig (12,5 Vol%), sehr feine und elegante Dunkelfrucht, zarte, unaufdringliche Holznote, ausgewogen und finessenreich, wirkt noch sehr frisch, abschließend noch ein überraschend nachhaltiger Abgang, bei dem Frucht, Würze und Holz wunderbar zueinanderfinden. 

Fazit:
Auch wenn ich das folgende teils inflationär verwendete Adjektiv bei deutschen Spätburgundern nicht so gerne verwende, der Wein ist schon recht "burgundisch", obwohl der Wein aus einer Geisenheimer Lage wahrscheinlich eher mit deutschen Burgunder-Klonen bestockt ist. Die "Macher" sind 2 Geisenheim-Absolventen, die seit 2013 ihre eigenen Weinprojekte durchführen. Die beiden haben da durchaus einiges gelernt. Der Wein würde in einer Blindprobe mit Originalen sicherlich nicht unangenehm auffallen. Den Wein habe ich in einer Vinothek im Rheingau für 16 EURO erstanden, wobei es ihn offensichtlich im Abverkauf bei "Wir Winzer" für beschämend niedrige 9 (!) Euro gab. 
In dieser Qualität und Preislage fällt mir wenig Vergleichbares ein.
<br><br>92<br><br>Verkostet am 13.05.2026 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Reserve QW trocken 2023, Schwedhelm, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84103</link>    
    <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 19:12:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold mit grünen Nuancen.Jugendlicher Eindruck.

Nase:
elegante Nase mit wohldosiertem, hochwertigen Holzeinsatz, der die feine Gelbfrucht (Agrumen, Apfel,Hauch Aprikose) nicht überlagert, zarte Würze, wirkt frisch und einladend.

Gaumen:
absolut trocken, stimmige, frische und reife Säure, Alkohol bestens integriert, ganz zarter Gerbstoff-Grip, der für Struktur sorgt, trotz 13,5 Umdrehungen eher mittelgewichtig, eleganter, nur unterstützender Holzeinsatz, reife, aber frische Gelbfrucht (Apfel, Aprikose, Hauch Quitte, die perfekt mit dem Holz korreliert, sehr trinkfreudig, nicht ewig lang, aber in sich sehr stimmig. Hat sicherlich noch Potential für einige Jahre.

Fazit:
ein sehr gelungener deutscher Chardonnay aus einer Junganlage mit französischen Klonen (Selection massale) im Zeller Schwarzer Herrgott. Aufgrund des Alters der Reben hat man sich noch nicht getraut, die renommierte Lage auf dem Etikett zu vermerken. Nach gut 12-monatigen Ausbau im Tonneau wurde der Wein mit ganz geringer Filtration auf Flaschen gefüllt. Der Wein schielt schon in Richtung Burgund, hat sich aber "deutsche" Kühle bewahrt.
Auf jeden Fall erhält man hier viel Qualität für überschaubares Geld. <br><br>90<br><br>Verkostet am 01.09.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Grüner Veltliner "Steinwerk" 2023, Domäne Wachau, Wachau, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84048</link>    
    <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 20:20:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
mittelkräftiges Goldgelb, ganz dezente Trübung (keine Filtration), dennoch als Wachau DAC durch die Prüfung gekommen. 

Nase:
nur dezente Fruchtausprägung (Quitte, Birne),steinig-mineralisch mit kräutrigen (Estragon, Hauch Thymian) und dezent gemüsigen Anklängen (Fenchel), etwas nussig, sehr komplex und durchaus tief angelegt, sehr spannend und animierend.

Gaumen:
absolut trocken (1 gr. RZ), lebendige Säure (6,4 Promill), die für Schwung sorgt, ganz feiner, schmirgelnder Gerbstoffgrip, der Spannung und Rückgrat beisteuert, steinig- mineralisch, einige Tiefe in dieser Mittelgewichtsklasse, Alkohol bestens integriert, dezente Gelbfrucht mit Ätherik und Kräutrigkeit, ungeheuer saftig und speichelziehend, gute Länge.
Das Traubengut in Bio-Qualität stammt aus verschiedenen, hoch gelegenen Terrassenweingärten. Nach händischer Lese und ausgedehnter Maischestandzeit wurde der Most im Marmor- und Granitfass spontan und mit einem kleinen Anteil ganzer Beeren vergoren. Nach einer Lagerung von 12 Monaten auf der Feinhefe wurde der Wein unfiltriert und ohne Schönung mit einer kleinen Schwefelgabe abgefüllt.
Fazit:
Das ist für mich in dieser Klasse ein ausgezeichneter Sortenvertreter, der perfekt den Spagat zwischen Naturweinelementen und dem klassischen "Winemaking" findet. Solch einen Wein trinkt man gerne solo, zum Essen dürfte er aber noch eine bessere Figur machen. Die Domäne Wachau macht seit einigen Jahren einen tollen Job und kann qualitativ durchaus mit den "Granden" vor Ort mithalten.
Chapeau und weiter so! <br><br>90<br><br>Verkostet am 25.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Les Parcelles" Bouzy Grand Cru Extra Brut , Pierre Paillard, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84010</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:58:09 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Messinggold, feinperlig.

Nase:
deutlich Brioche, reifer Apfel, Agrumen, pinotbetont, sehr animierend.

Gaumen:
absolut trocken (nur 1gr. Dosage), reife, saftige Säure, feine Perlage dank ca. 3-jährigem Hefelager, feinhefige Autolysenoten, sehr stimmig und ausgewogen, zarte Apfel und Agrumenfrucht, mittlere Länge. Kann sowohl als Aperitif als auch als Speisebegleiter für leichtere Gerichte eingesetzt werden.

Fazit:
ein sehr gelungener Champagner, der Qualität mit einem im Kontext angenehmen Preis verbindet.<br><br>90<br><br>Verkostet am 16.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kallstadter Silvaner QW trocken 2024, Benderhof, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84009</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:34:25 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
ganz zartes Gelbgold mit dezentem Grünstich, jugendliches Aussehen.

Nase:
sehr klare, zarte Fruchtaromatik, reifer Apfel, ein Hauch Mirabelle und Birne, aber in keiner Weise plump oder plakativ, einladend und mundwässernd.

Gaumen:
trocken (2,5 gr. RZ), passende Säure, trotz mittlerem Gewicht sehr fruchtdicht mit einigem Extrakt, ohne ins Mastige zu verfallen, klare Gelbfrucht, Hauch Kräuter, sehr stimmig und saftig, erstaunlich lang und sortentypisch.

Fazit:
Wer sich mit Silvaner Mühe gibt, kann auch außerhalb Frankens wirklich schöne Sortenexemplare vinifizieren, und das noch in zertifizierter Bioqualität. Das ist sicherlich kein ganz großer Wein, aber in dieser Preisklasse unter 10 EURO ist das schon verdammt guter Wein, bei dem sich die Flasche wie von selbst leert :)   Der Winzer traut sich auch, die "Zutatenliste" direkt auf das Etikett zu schreiben. Trauben und Sulfite und sonst nichts.<br><br>88<br><br>Verkostet am 15.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Vosne-Romanee "Aux Reas" a. c.  2012, Francois Gerbet, Burgund - Cotes de Nuits, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84008</link>    
    <pubDate>Sun, 17 Aug 2025 14:13:26 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
überraschend jugendlich, leicht transparentes Rubinrot ohne jeglichen Ziegelrot-Akzent.

Nase:
elegante Dunkelfrucht (Kirsche, Himbeere), verwoben mit etwas Unterholz, Tabak und dezent ätherischen Noten, Hauch Pfingstrose, komplex, aber nicht ultratief. Finesse geht hier klar vor Konzentration.

Gaumen:
trocken mit etwas Extraktsüsse, gut strukturierende, stimmige Säure, überraschend viel Gerbstoff-Grip, sehr jugendlicher Eindruck, saftige Dunkelfrucht, nur mittelgewichtig, latente Finesse, die durch das Tannin noch etwas eingebremst wird, noch sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten, gute Länge.

Fazit:
ein sehr typischer Vosne aus einer der besten Dorflagen. Trinkt sich momentan schon sehr gut, kann aber zur Tanninabrundung noch einige Jahre vorteilhaft weiterreifen. Leider existiert das Weingut in dieser Form seit einigen Jahren nicht mehr. Wenn man dann noch auf den damaligen Einkaufspreis vor Ort schaut, kommen einem wirklich die Freudentränen...<br><br>91<br><br>Verkostet am 14.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Platter Grüner Veltliner QW tr. Niederösterreich 2022, Rudolf Fidesser, Weinviertel, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83928</link>    
    <pubDate>Sat, 02 Aug 2025 17:00:49 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes, klares und dezentes Goldgelb.

Nase:
minimale, kaum wahrnehmbare Reduktion, die etwas Currywürze einbringt, extrem klar und sauber, feine, typische Veltlinerfrucht mit etwas Apfel, Birne und Marille, die Frucht ist aber überhaupt nicht aufdringlich, gleichzeitig mineralisch unterlegt, extrem speichelziehend.

Geschmack:
komplett trocken ( 1,0 Gr. RZ), saftige Säure (6,4 Promill), die für Leichtigkeit und Frische sorgt, nur mittelgewichtig, aber mit erstaunlicher Konzentration, gelbes Kernobst, Hauch Quitte, deutliche Mineralität mit einer Prise Salz, weisser Pfeffer, klingt würzig-mineralisch aus.

Fazit:
Die Punktzahl drückt nur unzureichend meine Begeisterung für diesen saftigen, ungemein trinkfreudigen GV, der ungeschönt und unfiltriert mit minimaler Schwefelabgabe abgefüllt wurde und perfekt den Spagat zwischen traditionellem und "naturigem" Wein findet. Tatsächlich ist dieser GV, der mit dem Standard-DAC wenig zu tun hat, in dieser leicht- bis mittelgewichtigen Liga "großes Kino". Das ist Demeter-zertifizierte Qualität zu einem mehr als bescheidenen Preis. Genauso sollte ein GV in dieser Gewichtsklasse schmecken !<br><br>88<br><br>Verkostet am 01.08.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Kuhweg" Riesling Landwein trocken 2020, Carl Ehrhard, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83689</link>    
    <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 09:59:21 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Quittengelb, nicht filtriert, aber ziemlich klar. Wäre wohl auch als QbA durch die Quali gekommen.

Nase:
zarte Agrumenfrucht, etwas Aprikose, aber elegant verhaltene Fruchtausprägung, schon in der Nase sehr mineralisch, macht neugierig auf den ersten Schluck.

Gaumen:
komplett durchgegoren, kräftige, aber nicht aggressive Säure, nur mittelgewichtig, zurückhaltende Gelbfrucht, extrem mineralisch (salzig, Umami) mit herbalen Einsprengseln, leichter Grip, ungeheuer saftig und trinkfreudig, kein Gramm zu viel "Speck", mittlere Länge.

Fazit:  
traditioneller, sehr straighter und handwerklich produzierter Rheingau-Riesling der alten Schule. Für Freunde dieser Stilistik ein wunderbarer Wein. In dieser verbraucherfreundlichen Preisklasse wird es tatsächlich schwer sein, einen qualitativ vergleichbar guten Wein zu finden.
Absolute Kaufempfehlung! <br><br>89<br><br>Verkostet am 26.06.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Lagrange 3e Grand Cru Classe 1996, Chateau Lagrange, Bordeaux - St. Julien, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83625</link>    
    <pubDate>Wed, 18 Jun 2025 14:15:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
leicht durchscheinendes Rubinrot mit ganz dezenter Ziegelrottönung, für das Alter sehr vitale Farbe, starke Sedimentierung.

Nase:
sehr feine, ultraklassische Nase von großer Klarheit, komplexer Mix aus Kirsche, Cassis vermischt mit würzigen Zedernholz- und Tabaknoten, elegant und tief zugleich.

Geschmack:
trocken mit zarter Säure, kein Blockbuster, sondern der Finesse verpflichtet, noch etwas Resttannin, das für Struktur sorgt, nur mittelgewichtig, feine Dunkelfrucht, Hauch kräutrige Ätherik, komplexe Würze, nicht ultratief, aber in sich absolut stimmig, gute, saftige Länge. In dieser Flaschenform ist keine Eile mit dem Trinken geboten.

Fazit:
Im Grunde wünsche ich mir genau diese Art eines klassischen Bordeaux: elegant, komplex, nur mittelgewichtig, aber mit enormen Trinkfluss. Der Wein befindet sich gerade in einem wunderbaren Trinkfenster. Diese Flasche präsentierte sich in perfekter Verfassung (stabiler Korken, perfekte Füllhöhe), was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass sie seit dem damaligen Einkauf meinen Weinkeller nicht verlassen hat. Wenn der Wein noch etwas mehr Dichte und Länge hätte, könnte er punktemäßig noch in andere Dimensionen vorstossen. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau :)<br><br>93<br><br>Verkostet am 17.06.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Les Jeamprins" Blanc de Blancs Brut Nature Grand Cru 2013, Pertois-Moriset, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83008</link>    
    <pubDate>Sat, 22 Mar 2025 18:45:19 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
kräftiges Strohgelb mit sehr feiner Perlage.

Nase:
perfekt ausgewogen zwischen Frische und reifen, dezent oxidativen Noten, zarte Gelbfrucht, Brioche, Hauch Holz, würzige Noten, sehr komplex und absolut speichelziehend.

Gaumen:
knochentrocken, elegante Säure, superfrisch und doch fein gereift, glasklarer Auftritt, superfeine Perlage dank knapp 6-jährigem Hefelager, hat Kraft, aber noch mehr Frische und Eleganz, zarte Frucht mit hintergründiger Würze, komplex und elegant, aber mit zarten Ecken und Kanten, die diesen BdB so unwiderstehlich macht, langer Abgang.

Fazit:
Das ist High-End-Winzer-Champagne mit Klasse und Charakter, der von mir in punkto Trinkfluss die volle Punktzahl erhält. Viel besser geht ein BdB nicht und das zu einem Preis, der gar nicht so viel höher liegt als die häufig banalen Standard-Cuvees der großen Häuser. 
Pertois-Moriset ist für mich ein Top-Erzeuger von feinen BdB, der fast immer perfekt die Mitte zwischen Frische und angenehmer Reife findet. Chapeau!<br><br>96<br><br>Verkostet am 21.03.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Gruaud-Larose 2e Grand Cru Classe 1990, Domaine Cordier, Bordeaux - St. Julien, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82974</link>    
    <pubDate>Fri, 14 Mar 2025 15:14:50 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
durchscheinendes Rubinrot mit Ziegelrotreflexen im Außenbereich.

Nase:
wunderbar komplexe Nase mit einem Hauch Bret, dunkle Früchte (Kirsche, Brombeere), verwoben mit edlem Tabak, Piment, altes Leder, Graphit, Hauch Kräuter, genau die Aromatik, die ich mir von einem klassischen, angenehm gereiften Bordeaux wünsche, ein echter Schnüffelwein !

Gaumen:
trocken mit etwas Extraktsüsse, die Säure ist leider etwas prominenter, was den Wein etwas verschlankt, nur mittelgewichtig, Tannin noch nicht ganz abgeschmolzen, Dunkelfrucht, sehr saftig, ordentliche Länge.

Fazit: ein perfekt gereifter Gruaud aus einer perfekten Flasche (Top-Füllstand, nur zu 1/4 durchweichter Korken), der seinen absoluten Höhepunkt vielleicht schon etwas überschritten hat. Das ist natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau, denn der Wein macht auch nach knapp 35 Jahren immer noch sehr viel Spass. Wenn der Gaumen den feinen Naseneindruck bestätigt hätte, hätte ich noch etwas höher in die Punktekiste gegriffen. An den superben 82er und den kaum weniger schlechten 86er kommt er aber nicht heran.<br><br>92<br><br>Verkostet am 13.03.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Blanc de Noirs Brut Nature 2012, Sekthaus BurkardSchür, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82643</link>    
    <pubDate>Mon, 27 Jan 2025 14:43:22 +0100</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Strohgelb mit lebendiger Perlage.

Nase:
sehr komplex, feine Briochenoten, Hauch Dunkelfrucht, wunderbar ausgewogen, keinerlei Oxidation oder tertiäre Noten, macht neugierig auf den ersten Schluck.

Gaumen:
komplett ohne Dosage, trotzdem nicht knochig und hart, superfeine Perlen, perfekte Kombi aus Frische (!) und Cremigkeit,perfekt durchgeführte Malolaktik, ruht völlig in sich, deutliche Autolysenoten, Hauch Holz im Hintergrund, zarte Frucht, komplex, mineralisch, trotz 93 Monate Hefelager keine Spur von Müdigkeit, hefig-würziger Abgang.

Fazit:
Dieser Sekt kann es qualitativ mit Top-Champagnern aufnehmen, ohne diese kopieren zu wollen. So geht deutscher Sekt der Spitzenklasse, was natürlich auch seinen berechtigten Preis hat ! <br><br>95<br><br>Verkostet am 26.01.2025 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Gevrey-Chambertin "Les Evocelles" 2009, Dugat-Py, Burdund - Cotes de Nuits, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81693</link>    
    <pubDate>Mon, 26 Aug 2024 18:53:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Sehr lebendiges, leicht durchscheinendes Granatrot.

Nase:
nahezu perfekte Kombination aus Kraft und Finesse, sehr dicht, eher dunkelbeerig (Brombeere, Kirsche, Cassis) mit kräutrigem Hintergrund, etwas heller Tabak, dezente Holzunterstützung, komplex und dicht, aber nicht ohne Eleganz, sehr typisch für einen Gevrey, wobei man diese Qualität in der Villages-Kathegorie äusserst selten findet. Die anfangs ganz dezente Reduktion verschwindet mit Lufteinfluss komplett. Ganz großes Nasenkino!

Gaumen:
absolut trocken, der enorme Extrakt in Kombination mit dem Alkohol erzeugen eine verführerische Sucrosite (Extraktsüsse), die Säure hält das Ganze gut im Zaum, mittelgewichtig, reife, aber keineswegs marmeladige Dunkelfrucht, die perfekt durch kräutrige (80% der reifen Stiele wurden mitvergoren) und würzige Noten (Tabak, Pfeffer, etwas floral) ergänzt wird, der Wein ändert stetig seine Facetten, das feinkörnige Tannin ist durchaus noch vorhanden und verleiht eine kräftige Struktur, die auch einem Gevrey 1er Cru oder sogar Grand Cru alle Ehre machen würde. Dieser Village ist jetzt schon sehr schön zu trinken, wird aber aufgrund seiner noch jugendlichen Art über locker 10 Jahre oder mehr noch weiterreifen und sich vielleicht noch etwas verbessern. 
Der Wein ist ein perfektes Beispiel dafür, dass die Klassifikation für den Spass im Glas häufig keine Rolle spielt, wenn ein Winzer auf dem Niveau von Dugat-Py arbeitet.   <br><br>93<br><br>Verkostet am 20.08.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA["Vina Ardanza" Rioja Reserva DOC 2008, La Rioja Alta, Rioja, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81495</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 21:26:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
sehr lebendiges Rubinrot ohne jeglichen Ziegelrot-Reflexe.

Nase:
sehr einladende Nase mit genialer Kombi aus roten Früchten (Kirschen, Himbeere, Cassis) und würzigen Aspekten (feines Leder, Tabak, Pfeffer), keinerlei Alterungsnoten. Genial!

Gaumen:
komplett trocken, aber sehr fruchtdicht, die Säure sorgt für viel Frische, keinerlei Schwere, bestens eingebundener Alkohol, feine Dunkelfrucht mit Würze und reichlich Extrakt, dennoch kein Dickschiff, ganz im Gegenteil hat der Wein enormen Trinkfluss, dennoch ungewöhnlichen Anspruch in dieser Kathegorie, ohne zu kompliziert zu sein. Einfach ein toller Mix aus Frucht und Würze. Das 3-jährige Holzlager und die mittlerweile gut 15 Jahre Alter sind in keiner Phase spürbar. Blind probiert würde ich diesen Wein nur halb so alt schätzen. In der Reserva-Klasse stets einer meiner Favoriten. <br><br>91<br><br>Verkostet am 24.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Barolo "Cannubi" 2005, Comm. G. B. Burlotto, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81493</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 20:48:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
Leicht durchscheinendes Granatrot mit dezenten Ziegelrot-Reflexen.

Nase:
sehr elegante und tiefe Nase nach roten Früchten (Kirsche, Himbeere, Granatapfel), Hauch Holz, etwas Tabak, deutlich floral , sehr komplexe und ideal gereifte Nase. Grosses "Nasenkino" !

Gaumen:
absolut trocken, feine Säureader, noch etwas feinkörniges Rest-Tannin, trotz 14 Umdrehungen in keiner Weise fett oder alkoholisch, bezwingende Extraktsüsse, sehr tiefe Frucht, viel Substanz und Extrakt, aber in grosse Finesse gepackt, sehr langer Abgang mit fruchtig -floralen Akzenten. 

Fazit: unnachahmlicher Stil, viel eleganter kann ein Barolo unmöglich sein. Jetzt voll auf dem Höhepunkt, der sicherlich noch einige Jahre anhalten wird. Gefällt mir in dieser Verfassung tatsächlich noch besser als der "Monvigliero" aus gleichem Jahrgang. Ein richtiger Hochgenuss aus leider wieder einmal der letzten Flasche.<br><br>94<br><br>Verkostet am 23.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Brut Nature , Cordeuil Pere et Fille, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81492</link>    
    <pubDate>Mon, 29 Jul 2024 20:20:46 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Optik:
zartes Gelbgold mit feiner Perlage

Nase:
dezente Rotfrucht, aber in erster Linie Brioche und Hefenoten, Hauch Apfel, Reifenoten mit deutlicher Frische, mundwässender Eindruck.

Gaumen:
absolut trocken, kräftige, aber integrierte Säure, reifer Apfel, mittelgewichtig, ein Hauch Tannin, guter Grip, saftig, gute Länge.

Fazit:
Sicherlich kein ultraeleganter Champagner, aber dank des hohen Pinot-Anteils (85%) ein idealer Menue-Schampus mit angenehmen Ecken und Kanten. Besonders an diesem Schäumer ist seine lange Lagerzeit auf der Hefe (mind. 6 Jahre), seine kompromisslose Art und sein aussergewöhnlich niedriger Preis. Das könnte glatt so eine Art "Haus-Champagner" werden. Ab Weingut kostet das wohl weniger als 20 EURO.<br><br>88<br><br>Verkostet am 28.07.2024 von weinaffe]]></description>
  </item>
</channel>
</rss> 
