Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.10.21 19:42

Bezeichnung: Riesling "Kastanienbusch"
Winzer/Produzent: Weingut Sven Klundt
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Lage: Kastanienbusch (Birkweiler - Pfalz) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2012
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 11 Euro je 0,75 l (ab Hof)
Bewertung: (91/100 Punkte)
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: mixalhs
Verkostungsdatum: 11.11.2013
Eingetragen von: mixalhs ... geändert von mixalhs ... [Rückfrage zur VKN an mixalhs]
VKN im Detail: 11.11.2013. Im Berliner Riesling-Cup landete dieser Wein mit durchschnittlich 93,55 Punkten auf Platz 7 vor vielen der üblichen Verdächtigen. Unter den Bewertungen gab es viermal die 96. Mein Eindruck: Verständlich, aber doch etwas hoch gewertet. Verständlich, weil dieser Riesling anders ist als der Mainstream der Großen Gewächse. In einer Blindverkostung, auf der einem viele dieser Weine präsentiert werden, begeistert man sich für das Eigenständige, das Idiosynkratische, etwas Andere - wenn es denn sehr gut gemacht ist. Genau das ist hier der Fall. In der Nase kaum Frucht, eher Steine, auf die nach einem heißen Tag ein warmer Regen gefallen ist. Am Gaumen dominieren Zitrus, auch Zitronenschale, und Grapefruit, salzige Mineralität, auch grüner Apfel. Knackige 2012er Säure. Langer Abgang. Definitiv auf dem Niveau eines Großen Gewächses, aber - IMHO - nicht ganz so stark wie der - zugegebenermaßen fast viermal so teure - Morstein von Wittmann. Glänzendes PLV. 91/92

14.5.2014. Fast genau ein halbes Jahr später. Der Wein ist jetzt völlig verschlossen. Herbe Noten dominieren. Zitrus, Zitronenschale, Pampelmuse (die saure, leicht bittere von früher, nicht die zuckrige rosa Grapefruit, die man heute bekommt) verbunden mit knackiger Säure. Keine Bewertung (Rest wird morgen noch mal nachverkostet). Warten, warten, warten!Nicht vor 2016!

13.6.2015. Immer noch etwas herb, Zitronenschale, inzwischen auch ein wenig gelbe Frucht (Pflaume). Immer wieder großartig. 91/92.

12.10.2021. Wie schön, dass ich irgendwo in einer hinteren Ecke meines Weinkellers noch eine Flasche davon gefunden habe. Der Wein hat sich gerundet und wirkt har nicht mehr herb oder spitz. In der Nase ein Spur Petrol, sm Gaumen aber nicht. Zunächst gelbfruchtig mit Mirabell und Réneclaude, im Abgang dann zitrisch. Das ist für einen Wein, der damal ab Hof für 11 Euro zu haben war, einfach grandios. Als ich diesen Wein kaufte, habe ich alles richtig gemacht. Vielleicht liegt ja irgendwo ganz unten und ganz hinten noch eine weitere, allerletzte Flasche .... 91
Trinkreife: noch lagern (die nächste Flasche 2018 oder später)
Link 1: -
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 1470 mal abgerufen

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





2 Kommentar(e):

Innauen am 13.06.16 18:30

Ich finde es ganz erstaunlich, wie dieser Wein kurz nach unserer Verkostung erstmal im Nichts versank und nun wie ein Phönix wieder erwacht. Immer wieder gerne im Glas.

mixalhs am 13.06.16 19:17

Auch jetzt wirkt er anfangs noch etwas sperrig, öffnet sich aber mit Luftkontakt. Beim ersten Glas dachte ich zunächst an schleichenden Kork. Aber jetzt ist alles fein.



Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung