Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 25.07.22 05:47

Bezeichnung: [Gelber] Muskateller - Freistil - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Philipp Kuhn
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Gelber Muskateller
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 5 128 037 002 16
Preis: 7,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.05.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 24.07.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 19.06.2016:

Recht schönes Gold- bis Strohgelb im Glas, dabei noch leicht perlend. In der Nase gleich recht frisch und zitruslastig: Limette, Pomelo, Pampelmuse sowie Karambole. Am Gaumen ebenfalls sehr frisch, auch wegen der noch leicht vorhandenen Kohlensäure. Der Zitruskorb ist hier ähnlich gefüllt. Hier schwingt aber noch ein schönes Pomeranzen- bzw. Chinin-Bitterchen mit. Die Säure ist recht straff, aber trotz des Fehlens von wesentlicher Rest- oder Extraktsüße fällt sie keineswegs unangenehm auf. Mit 11,5 PS ein zwar alloholisch leichter Wein, aber keineswegs dünn oder langweilig. Auch nach dem Schlucken hat man noch einige Zeit den leicht herb-bitteren Zitruskorb im Rachen.

Wertung vom 19.06.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 28.06.2018:

Im Glas ein dunkleres Strohgelb mit ganz leichtem Grünstich, immer noch leicht prickelig. Für die Nase gibt's frisch hellgelb-fruchtig Sachen wie gelbe Kaktusfeige, Ananas und Guave, dazu Pomelo und Zitronenschale, weiters auch Frühlingsblumenwiese. Am Gaumen haben die zitrischen Anteile etwas mehr Gewicht, hier zeigen sich auch leicht bittere Anteile, wie sie sie z.B. eine Pomeranze bietet; danach kommt dann die Blumenwiese und dann noch die Hellgelbfrucht. Die Säure ist schön knackig, auch unterstützt durch die leichte Kohlensäure. Auch wenn der Muskateller wohl eher auf kalkigen Böden wachsen dürfte, stelle ich eine ganz leicht schieferige Mineralik fest. Der Nachhall hält den frischen Eindruck recht lange auf hohem Niveau und regt den Speichelfluß auch noch nach einigen Minuten an.

Auch ein paar Jahre Lager kratzen nicht an der Frische des "Freistil", der Extrakt ist etwas erstarkt, das führt aber nicht mal ansatzweise zu irgendeinem Breitegefühl, alles gut!

Wertung vom 28.06.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 13.07.2020:

Die Farbe ist ein leuchtendes Grüngelb, das Bukett liefert vor allem Löwenzahn und Limette, wird mit Luft ein bißchen kräuteriger. Am Gaumen ganz leicht noch CO2, hier Frühlingswiese und Zitronenzesten, ein Hauch Pfeffer, dazu eine sehr kernige, aber auch "runde" Säure, ein bißchen kühl-blaue Mineralikunterlage. Der schön lange Abgang repetiert das Ganze quasi 1:1, wobei die Limette am längsten durchhält.

Nach wie vor ein wunderbarer Zischwein, der Anspruch und Spaß quasi kongenial verbindet, (natürlich) nicht übermäßig komplex, aber in meinen Augen ein toller "Strukturwein", der weder Warmjahrattribute noch Altersflecken zeigt; muß ich einfach zum "3er" hochstufen!

Wertung vom 13.07.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 14.08.2021:

Zweiter Mitnehmwein des gestrigen Abends war eine weitere Flasche dieses Muskatellers, zu dem ich keine Notizen gemacht habe. Wenn ich mir jedoch mein Geschreibsel vom letzten Jahr so ansehe, dann hat sich nicht so wahnsinnig viel verändert. Immer noch sehr frisch und trotz einer gewissen Erwachsenheit immer noch eher frech-fröhlich unterwegs, statt Limette nun eher Zitrone und Yuzu. Keine Spur von Schwäche, gefühlt weiterhin auf dem steigenden Gradienten unterwegs, gestern war das für mich in sehr schöner Atmosphäre noch ein bißchen mehr wert als beim letzten mal...

Verkostung vom 14.08.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 24.07.2022:

Knallig goldgelb mit leichter Grünkomponente im Glas, riecht satt und klar nach frischem Zitronenkonzentrat (sic!) bzw. -öl mit nicht wenig Löwenzahnblüte. Auch am Gaumen macht sich diese Aromatik breit, dazu eine glasklare, stramme Säure, weiters etwas Minze bzw. ein Hauch Menthol, steinseitig sind wir beim Gebirgsbachbett. Der mehrminütige Nachhall setzt dann frischemäßig nochmals ordentlich und messerscharf was oben drauf, im kaum abschwellenden Finale feiern dann vor allem die Bukettaromen fröhliche Urständ...

Da der Muskateller ja beim VDP nur eine Sorte zweiter Klasse ist, gibt's auch nicht die Möglichkeit, sowas oberhalb der Ortsweinebene zu klassifizieren, rein qualitativ wäre das aus meiner Sicht mittlerweile mindestens in der Ebene der Ersten Lagen anzusiedeln. Jetzt hat dieser Gutswein schon 7 Jahre auf dem Buckel und wirkt eigentlich noch nicht mal erwachsen, eher voll ausgewachsen oder quasi halbstark; die Aromatik zeigt sich frisch-knallig und dennoch kein bißchen plakativ und / oder parfümiert, sehr großer Spaß in der warmen Abendsonne! Wäre interessant zu wissen, wie der Wein mit 14 Jahren dastünde, leider war dies meine letzte Flasche...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/07/24/freier-stil/
Link 2: -
Link 3: -
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