Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 21.11.21 18:01

Bezeichnung: Nosiola - Vigneti delle Dolomiti IGT
Winzer/Produzent: Pojer e Sandri
Land / Region: Italien - Trentino
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Nosiola
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L.001
Preis: 10,2 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 20.08.2014
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 19.11.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 23.02.2016:

Im Glas ist der Nosiola unauffällig strohgelb. In der Nase zeigen sich grüne Äpfel und Birnen und dann eben auch die leicht nussige Aromatik. Dazu später noch etwas Exotik in Form von Papaya, ein paar Steine sind auch dabei. Am Gaumen dann ebenfalls die Äpfel und Birnen, die Nüsse konkretisieren sich zu Mandeln und Haselnüssen. Der Wein wirkt trotz eher moderater Säure recht frisch, bringt einiges an Mineralik in Form einer frisch abgespritzten Terrasse sowie erdiger Noten mit und offeriert über mehrere Minuten einen herb-fruchtigen Nachhall.

Ich habe den Wein nun schon seit längerer Zeit nicht mehr probiert, aber wie der Sauvignon aus gleichem Hause hat er sich deutlich seit dem letzten mal weiterentwickelt. Das ist nun wieder so ein Weinchen, das qualitativ sicher nicht die allerhöchsten Höhen erklimmt, aber dennoch -auch wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses- so ein Wein ist, den ich mir immer wieder mit Freude kaufen kann.

Wertung vom 23.02.2016: Nachkauf: 3 von 3

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Verkostung vom 07.02.2017:

Die Farbe ist immer noch ein eher unauffälliges Strohgelb. In der Nase gleich die erwartete nussige Aromatik, kommt Mandeln am nächsten; fruchtseitig bewegen wir uns auf der Kernobstseite, mittlerweile recht gereift. Am Gaumen dann wiederum die Äpfel und Birnen, bereits etwas mürbe, die Nüsse zeigen sich im wesentlichen in Form von Mandeln. Die Säure ist wie gehabt eher moderat, dennoch recht frisch, bei gleichzeitiger leichter Cremigkeit. Steinige Mineralik gibt's auch noch, allerdings etwas mehr im Hintergrund. Der Abgang ist immer noch recht lang und zeigt wieder die nussig-fruchtige Aromatik mit eleganter Frische.

Insgesamt ist der Nosiola in seiner Reifung würdevoll, aber sachte vorangeschritten, insgesamt etwas dichter und gelber, runder und eleganter, ohne dabei zu sehr an Frische eingebüßt zu haben. Ist noch nicht auf dem absteigenden Ast, denke ich.

Wertung vom 07.02.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 22.09.2017:

Im Glas ein helles Goldgelb, geruchlich finde ich recht dichte Zitrusnoten auf der extraktreichen Seite, etwas Hefe, etwas Macadamia. Am Gaumen frisch gelbfruchtig auf der Kernobstseite, straffe, aber schön ausbalancierte Säure, dicht, aber doch leicht anmutend, dazu eine feine Kalksteinnote. Der Abgang wirkt bei aller Stoffigkeit ebenfalls schön leicht und hält recht lange an.

Interessanterweise kam mir der Nosiola im Vergleich zum letzten Jahr sogar noch etwas frischer vor. Die Nußaromatik ist nicht mehr so deutlich wie damals, dafür ist der Wein mittlerweile in sich doch stimmiger geworden. Für mich nach wie vor ein großer der einfacheren (Sauf-) Weine aus Norditalien.

Wertung vom 22.09.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 19.11.2021:

Im Glas ein leuchtendes, fast etwas giftiges Goldgelb, nasal gibt's grüne und weniger grüne Haselnuß plus einige Kräuter aus der Oregano-Ecke, dahinter verschämt noch ein gelber Steinobstrest. Gaumal dann eine Verschiebung des Gleichgewichts zur Kräuterseite hin, hier auch Koriandersaat und Co., noch weniger Fruchtrest als beim Bukett; schöne, agile Säure, ein gehauchtes Kräuterbitterchen, ganz leicht blumentopfiger Untergrund, aber völlig mufffrei. Der sehr lange Abgang ist dann nuß- / kräutermäßig schön ausgewogen und hinterläßt mit dem Finale eine leicht angecremte Frische.

Ich war ehrlich gesagt ziemlich erstaunt, daß dieser Nosiola als eher bodenständiger Basiswein noch bzw. wieder so souverän im Glas steht, er ist aktuell im besten Sinne erwachsen, zeigt aber keine wirklichen Reifenoten, vor allem keine, die schon auf eine Art Siechtum hinweisen würden. Denn wie man weiter unten lesen kann, war ich bezüglich der Reifeeinschätzung eigentlich schon mal weiter, wahrscheinlich relativiert sich das durch die mittlerweile fast völlige Absenz der Fruchtseite. Das ist natürlich nach wie vor nichts Großes, aber in seiner Klasse wunderschön gemacht und mittlerweile belebender als zuvor, gerne auch mehrmals wieder!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/11/19/nusswein/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2017/09/26/18-not-weinrunde-in-muenchen/
Link 3: -
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