Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 30.04.21 21:06

Bezeichnung: Silvaner - Best of - Edel Stahl - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Stahl
Land / Region: Deutschland - Tauberfranken
Jahrgang: 2012
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 7251 012 13
Preis: 15,78 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 07.12.2015
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 30.04.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 09.01.2016:

Im Glas zeigt sich der Edelstahl-Silvaner mit einem kräftigeren Strohgelb, geruchlich recht intensiv fruchtig, Birnen und Mirabellen lassen sich ausmachen, ein paar Rosinen, etwas petrolig. Riecht auch im Hintergrund ein bißchen nach feuchter Terrasse. Am Gaumen frisch und gelb, hier auch Andenbeere und sehr reife ostafrikanische Mango, im Ansatz auch etwas Banane. Viel Extrakt, der durch eine harmonische Säurestruktur leicht und fluffig bleibt, dabei cremig, fast ein bißchen buttriges Chardonnay-Feeling. Die 13,5 Volt per Etikett hätte ich dem Wein ungesehen auch ungefähr zugeschrieben. Der Nachhall ist einige Minuten lang genießbar und bietet kaum abschwellend eine schöne mineralisch-fruchtige Geschmackspalette.

Wertung vom 09.01.2016: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 17.11.2018:

Die Farbe ist ein mittleres Goldgelb mit leichtem Touch zum Messing, in der Nase dicht Mirabellen und Physalis, gleichberechtigt daneben weißer Rauch und Feuerstein. Am Gaumen kommt auf der mineralischen Seite noch Bakelit mit Bitterchen dazu, die Fruchtseite hat zusätzlich Khaki und Dosenpfirsich zu bieten. Dazu einiges an Braunwürze / Gewürzstrauß, ohne dabei überfrachtet zu wirken. Die Säure ist sehr effektiv und hält sich dabei vornehm im Hintergrund, irgendwelche blauen Steinchen spielen auch mit. Der Nachhall hallt ordentlich lang, die Frucht ist mit ordentlich Würze und Steinmehl gepudert.

Sehr schön dichter und vielseitiger Silvaner mit animierender Mineralik und feiner Bitternote, noch lange nicht auf Talfahrt.

Wertung vom 17.11.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 30.04.2021:

Ein leuchtendes Goldgelb im Glas, gleich beim ersten Reinriechen eine klare, angereifte Silvanernase mit etwas Torf, Totholz und Ziegenbart, leicht Distelhonig, dahinter ein bißchen überreife Aprikose und zeitlich versetzt auch Kaki. Schmeckt dann nach deutlich mehr Frucht aus der dunkelorangen Liga, die o.a. Reifenoten sind nach wie vor prägend, die höchst agile Säure hält das Ganze trotz gesteigerter Grundviskosität aber in hohem Maße fließfähig, steinigerseits zeigt sich unter dem Totholz was leicht herb-bitter Lehmiges. Der mehrminütige Nachhall ist dann der cremigste Teil, die leicht likörige Frucht klettet sich im Finale fast untrennbar am Rachen fest, wahrscheinlich ist es der dennoch niedrige pH-Wert, welcher jede Form von Anstrengung souverän vermeidet.

Der Silvaner konnte sein Profil nochmals gut verfeinern, heute habe ich hier am ehesten die Assoziation zu Wachauer GV-Smaragden, nur mit dem Unterschied, daß hier das Säuremanagement aus meiner Sicht perfekt ist. Braucht sich vor den Silvaner-GG's anderer Häuser absolut nicht zu verstecken...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/04/30/v4a/
Link 2: -
Link 3: -
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