Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.10.21 19:00

Bezeichnung: Riesling - >Von Unserm< - trocken - Gutswein
Winzer/Produzent: Balthasar Ress
Land / Region: Deutschland - Rheingau
Jahrgang: 2012
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 31 059 040 13
Preis: 9,95 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Wein & Geist Heinzelmann - 21.02.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.10.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 24.06.2017:

Im Glas ein helleres Goldgelb mit immer noch leicht grünlichen Reflexen, die Nase bekommt gleich eine kernige Feuersteinmineralik ab, Flint, Bariumchlorid, roter Phosphor, Walzzunder, geil! ('Tschuldigung, aber das war einfach original das, was mir beim ersten Riecher in den Sinn kam). Am Gaumen ist der Riesling dann herb, mit knackiger Säure, f...trocken, dabei leicht adstringierend, zieht eine Mineralik mit sich wie ein Kieswerk direkt nach einer Sprengung. Irgendwo ganz hinten zeigen Ananas und Sternfrucht auf, daß sie auch noch da sind. Der Abgang ist ebenfalls stark auf der frisch-herben Seite angesiedelt, dabei leicht gerbstoffig und die Mineralik läßt sich auch hier nicht unterkriegen.

Dieser Gutswein gräbt so mancher deutlich auf Stein-Wein getrimmten Ersten Lage (um mal die VDP-Kategorisierung zu bemühen) durchaus das Wasser ab. Sicher nix für reine Fruchtliebhaber, aber ich mag solche Sachen ja sehr gerne und war ob der Qualität ziemlich baff, auch wenn ich nicht gerade mit was Schlechtem gerechnet habe. Mein Schnäppchen des Jahres, bis jetzt zumindest...

Wertung vom 24.06.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 10.10.2021:

Die Farbe ist ein helleres Goldgelb, nasal dann ein strammer Mix aus VA-Trennschnitt, Bariumchlorid, Zündplättchen und Walzstraße, ergänzt um etwas Orangenextrakt sowie einen Hauch Naphtalin und Benzol. Am Gaumen dann sind die rieslingtypischen Alterungsorganika etwas ausgeprägter vorhanden, auch das Konzentrat oranger Argrumen schiebt sich leicht nach vorne, die oben beschriebene Mineralik bleibt jedoch bestimmend; dazu eine knackige Säure, die etwas Yuzu im Gepäck hat. Der ziemlich lang hallende Nachhall schleppt dann ein minimales Trockenkräuterbitterchen mit, hier ist die Rieslingreife wieder etwas weniger präsent.

Wenn man solche Mineralikschleudern mag, ist man hier auch nach 9 Jahren bestens bedient, die Petrolseite keimt langsam auf, ist aber für mich noch deutlich im Wohlfühlbereich angesiedelt; würde ich nun allerdings nicht mehr länger liegen lassen, es sei denn man ist ausgewiesener Firn-Liebhaber, in dem Fall macht der Wein sicher auch noch länger Spaß. Wäre auch zum Normalpreis sein Geld mehr als wert gewesen!
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/10/10/reif-vom-gut/
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