Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 05.10.21 21:09

Bezeichnung: Silvaner - Casteller Hohnart - trocken - Erste Lage
Winzer/Produzent: Fürstl. Castell'sches Domänenamt
Land / Region: Deutschland - Franken
Lage: Hohnart (Castell - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 5000 037 16
Preis: 13,67 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Metro Pasing - 31.08.2017
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 05.10.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 06.05.2019:

Die Farbe ist ein helleres Goldgelb, in der Nase anfangs so ordentlich Flint, das man eher an Pfälzer Riesling denkt, dieser zieht sich aber mit Luft etwas zurück und läßt dann auch ein bißchen Gelbfrucht durchschimmern. Am Gaumen dann trotz Flint und Bariumchlorid deutlich besser als Silvaner zu erkennen, vor allem macht sich eine Pampelmuse in allen Facetten von kandiert über die Zesten und die frischen Spalten bis zum Bitterchen breit, ein ganz klein bißchen Williamsbirne schwingt noch mit. Das Ganze kommt mit etwas weißem Pfeffer und Kerbel daher, weiters Tuffstein als Unterlage. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, sehr frisch pampelmusig, aber auch mit deutlichem Extrakt.

Hier gefällt mir vor allem die Vielfalt der Pampelmusenaromatik, diese Frucht dominiert den Wein recht klar ohne ihn deshalb eindimensional zu machen. Trotz warmem Jahr, 13,5 Ampere und ordentlich Gehalt ist der Silvaner schön frisch, wenn auch ein bißchen jugendlich-kantig unterwegs, macht viel Spaß zum... (na was wohl?)

Wertung vom 06.05.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 05.10.2021:

Farblich ein recht helles Goldgelb, riecht nach gepfefferter, hellerer Gelbfrucht wie Mirabelle, Papaya und Guave, anfangs noch ein bißchen dropsig, gibt sich aber mit etwas Luft, dazu noch eine leichte Kräutergarnitur. Am Gaumen setzt sich das so fort, die Säure ist ordentlich, muß sich aber schon etwas anstrengen, um den Extrakt im Zaum zu halten, behält aber letztlich die Oberhand; dazu noch ein paar herbe Kräuterchen. Der recht lange Abgang ist dann wieder etwas exotischer und auch leicht plakativ, im Finale setzt der weiße Pfeffer seine Marke.

Hier muß ich (leider) feststellen, daß der Wein seit dem letzten Kontakt eher deutlich gesetzter bzw. mainstreamiger geworden ist, die leichte Plakativität von heute statt der nunmehr völlig fehlenden, seinerzeit sehr animierenden Reduktivität beim Erstkontakt war jedenfalls was Neues. Oder war das vor zwei Jahren einfach das Embryonalstadium? Schaumama, ob die letzte verbliebene Flasche sich irgendwann entschließt, sich doch wieder / nochmal / endlich ins Erwachsenendasein einzufinden; ich kann mir aber vorstellen, daß eine deutliche Mehrheit den Wein heute schöner findet als zu seiner Schwefelphase. Kam bei den Mittrinkern jedenfalls signifikant besser an als bei mir...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/05/06/flint-silvaner/
Link 2: -
Link 3: -
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