Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 18.04.21 20:58

Bezeichnung: Riesling - Meersburger Sängerhalde - 1 Lilie - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Aufricht
Land / Region: Deutschland - Bodensee
Lage: Sängerhalde (Meersburg - Baden) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 117 26 15
Preis: 16,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 27.05.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 18.04.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 11.09.2019:

Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb mit leicht bräunlichem Schimmer, das Bukett zeigt Apfel- / Marillenstrudel mit einem Hauch Vegetabilität, etwas reduktiv und mit Großholzduft. Am Gaumen ebenfalls diese reduzierte, fast burgundische Frucht, dezent angecremt, aufgrund der ordentlichen, jedoch auch distinguierten Riesling-Säure aber weit von jeglicher Breite entfernt, ein paar Schottersteine bilden die mineralische Unterlage. Der Nachhall hallt ordentlich lang, ist dabei auch mit dieser leicht reduktiven Grünholzaromatik ausgestattet und macht mit seiner samtigen Säure Lust auf den nächsten Schluck.

Sofern man sich mit der Kombination "Riesling" und "burgundisch" anfreunden mag, ist dies ein sehr schöner Essensbegleiter; mit klassischem deutschen Riesling -egal ob Mosel, Pfalz oder Rheingau- hat dies aber gar nichts zu tun; hat mich stilistisch eher an einen Chardonnay von Knewitz erinnert, nur halt in Riesling...

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: die grünlichen Anteile sind komplett verschwunden, die Frucht ist noch etwas sekundärer geworden, ein paar Nüsse tauchen auf, ohne daß das Ganze dadurch cremiger würde. Jetzt paßt alles nochmal deutlich besser zusammen, das rechtfertigt aus meiner Sicht ein deutliches Upgrade...

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 18.04.2021:

Ein helleres Goldgelb im Glas, riecht ganz leicht nach Basalt, dann nach grünlichem Holz (Burgund grüßt aus der Ferne, mancher würde es vielleicht auch einfach nur "vegetabil" nennen; ich selbst habe vor eineinhalb Jahren ja auch einen Hauch davon so assoziiert), fruchtseitig allenfalls sehr reduzierte grüne Agrumen. Auch am Gaumen wirkt vor allem das grüne Holz prägend, auch wenn es eigentlich eher distinguiert unterwegs ist, dazu ansatzweise Reneclauden und sekundäre Limette, die Säure ist deutlich, wirkt aber auch eher vornehm, kühles Kiesbett mit ein paar Algen. Der schön lang hallende Nachhall bläst stilistisch ins gleiche Horn, im Finale wird nochmals das Essigbaumfaß zelebriert.

Die burgundische Lilie ist bei diesem Riesling tatsächlich sehr passend als Aushängeschild für die konkrete Stilistik gewählt, der Wein ist aktuell in einem äußerst schönen Stadium und hat einen nicht zu scharfen Garnelen-Wok souverän begleitet. Ist jedoch aus meiner Sicht in keinster Weise für überhaupt gar nix typisch, auch nicht für den Bodensee (wobei ich mir da mit der Typizitätsdefinition zugegebenermaßen schwer tue), sehr eigene, aber auch sehr schöne "cool climate"-Interpretation dieser urdeutschen Rebsorte.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/04/18/burgundisch-vom-bodensee/
Link 2: -
Link 3: -
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