Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.04.21 21:12

Bezeichnung: Scheurebe - Westhofener - <vom Kalkstein> - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Seehof
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Scheurebe
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 4 327 058 15 19
Preis: 7,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 20.03.2019
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 27.04.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 01.10.2019:

Die Farbe ist ein leuchtendes Strohgelb, zeigt noch deutlich CO2-Bläschen; riecht nach Kaktusfeigen und Mirabellen mit angekündigter Extraktsüße, eine gehauchte Zitronenschale und was dezent kräuteriges noch. Schmeckt nach hellgelber Frucht mit etwas überbetonter Fruchtsüße, die Säure ist durchaus stimmig, mit der Kohlensäure und etwas Zitrushauch bleibt das Ganze noch ganz zufriedenstellend auf der frischen Seite, den Kalkstein kann man auch gut nachvollziehen. Der Nachhall hallt ordentlich lang und präsentiert die kalkumschmeichelte, leicht angesüßte Frucht ohne jegliche Breite.

Ich hätte mir diese Scheurebe -trotzdem sie eigentlich ordentlich gemacht ist- ein bißchen knackiger gewünscht, die 15er Ausgabe ist mir da noch als deutlich belebender in Erinnerung, und die stammte schließlich auch aus einem warmen Jahr. Aber das ist jetzt in erster Linie Geschmackspräferenzmeckerei, führt jedoch dazu, daß sich der Wein in der aktuellen Kondition nicht in meine Nachkaufriege einordnen kann.

Wertung vom 01.10.2019: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

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Verkostung vom 27.04.2021:

Im Glas ein sehr helles Strohgelb, riecht nach einem Mix aus heller, eher exotischer und etwas belegter Gelbfrucht, dezent bekräutert. Am Gaumen zeigt sich die Frucht nicht plakativ, aber doch klar überextrahiert, diese knistert fast am Gaumen wie Ahoi-Brause (ohne die aromatische Überhöhung); die Säure ist ordentlich bemessen, hat aber gut zu kämpfen, daß das Ganze nicht in die Breite abgleitet, als Unterlage gibt's was geschmeidig Kalkiges. Der relativ lange Abgang ist dann fast der frischeste Teil, allerdings zeigt sich auch hier diese hyperfokussierte Frucht, die zwar nicht wirklich kitschig wirkt, aber doch irgendwie "too much" ist.

Mit Wohlwollen könnte man die oben erläuterte Überbetonung auch als Kante durchwinken, aber da ich weiß, daß die Seehof-Scheureben ganz andere Levels beherrschen, kann ich hier nur konstatieren, daß der Jahrgang im Vergleich zwar einigermaßen gut "gelöst" wurde (auch wenn seit der Erstbegegnung eine leichte Abwärtsbewegung erkennbar ist), aber da das Bessere ja bekanntlich der Feind des Guten ist, kommt nach wie vor keine wirkliche Begeisterung auf. Es bleibt wie's ist, 18 ist einfach ein Sch...jahr, insbesondere in weiß...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/04/27/es-duerft-a-bissl-mehra-sei/
Link 2: -
Link 3: -
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