Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 24.11.22 21:05

Bezeichnung: Blauburgunder - Weinberg Dolomiten IGT
Winzer/Produzent: Garlider
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2016
Typ: Rotwein
Rebsorte: Spätburgunder (Pinot noir)
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Glasstopfen
Weitere Angaben: L5918
Preis: 19 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 13.06.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 24.11.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 16.08.2020:

Farblich ein dunkleres Ziegelrot mit höherer Transparenz, riecht kühl-mineralisch nach viereckigen Kirschen und etwas Korund bzw. Schleifscheibe. Am Gaumen sind die Kirschen sehr klar, fast stahlig, wieder eine kühl-blaue Mineralik, dazu das Bitterchen eines verbrannten Leistungschalters, weiters eine recht kernige, durchaus fordernde Säure. Der ziemlich lange Abgang ist auch auf der eher kantigen Seite unterwegs, wieder Schleifpapier und Magnesiumoxid sowie mehrere, etwas metallische Bitterchen.

Die Mineralik dieses Blauburgunders ist nicht gerade auf der schmeichelnden Seite unterwegs, ist auch für mich schon an der Grenze des Gefälligen, aber in Verbindung mit den gegrillten Halsgrätern paßt das richtig gut. Ich bin mal gespannt, ob der Wein mit ein paar weiteren Jahren Kellerlager seine Kanten noch ein bißchen abschleift...

Wertung vom 16.08.2020: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 24.11.2022:

Die Farbe ist ein leicht angeziegeltes Granatrot mit höherer Transparenz, das Näschen erreicht ein Mix aus sehr kargen Schattenmorellen und roten Pflaumen mit Schiefersteinbruch, wobei die Frucht mit Luft etwas zunimmt. Schmeckt dann auch sehr kühl und klar nach viel Gestein, das mit der o.g. Frucht garniert ist, sehr straffe Säure, wieder Schiefer, auch etwas Korund, hier ist mit Luft kein signifikanter Fruchtzuwachs zu verzeichnen. Dann hallt's ziemlich lange, dabei behält der Blauburgunder seinen kargen Charakter selbstbewußt bei.

Die bei der Erstöffnung noch sehr fordernde Mineralik kommt nun deutlich versöhnlicher daher ohne deswegen schon auf Schmeichelkurs zu fahren, auch die Säure hat sich von ihrer Konzentration her wohl nicht verändert und ist nunmehr dennoch weniger harsch. Insgesamt eine schöne Entwicklung zu mehr Harmonie auf der eher doch schroffen Seite der Weincharakteristiken, die der Wein so schnell auch nicht verlassen wird. Nach wie vor ein sehr schöner und vor allem eigenständiger Cool-Climate-Spätburgunder ohne jegliche burgundische Allüren, was in diesem Fall explizit kein Nachteil ist.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/11/24/kuhl-und-blau/
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