Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 31.07.22 20:17

Bezeichnung: Riesling - Vießling Ried Bruck - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Martin Muthenthaler
Land / Region: Österreich - Wachau
Lage: Bruck (Vießling - Wachau) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: LN-10097/18
Preis: 39 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Kössler und Ulbricht - 02.07.2022
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 30.07.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Ein dunkleres Goldgelb im Glas, fürs Näschen gibt's anfangs hauptsächlich sauren Korianderhonig, mit Luft entwickeln sich orange-gelbe Agrumen wie Ugli und Minneloa mehr und mehr, Zesten- / Spaltenverhältnis ca. 1 : 1; dezente, fast neutrale Großholzaromatik. Am Gaumen dann eher eine Kastanienhonignote (gänzlich zuckerfrei natürlich) um die Agrumen, die hier etwas oranger wirken, dem doch recht deutlichen Extrakt, der auch einen trockenen Karamellhauch mitzieht, steht eine sehr klare Säure gegenüber, die jegliches Smaragd-Feeling klar unterbindet; die Basis ist erdig-schieferig auf der insgesamt kühlen Seite. Der sehr lange Abgang ist dann der frischeste und "coolste" Teil des Genusses, hier fast keine Trockenhonigbegleitung mehr, eher sowas wie zuckerfreies Orangeat, im Finale ein kleines Schieferbitterchen.

Dieser Riesling schafft den Spagat zwischen der sonst gerne zelebrierten Wachauer Smaragdfülle und dem eigentlichen Ziel eines botrytisfreien, sehr auf Klarheit bedachten Rieslings recht gut. Eine leichte Honigfettigkeit am Anfang relativiert sich mit dem Erstarken der Zitrusseite, insgesamt ein typischer Wachauer ohne ein typischer Wachauer zu sein...

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: nasal schiebt sich eine Bitterorange nach vorne, die Honigaromen weichen leicht zurück. Auch am Gaumen fruchtseits ein leichter Drift zum Orangen hin, etwas alkfreier Cointreau bereichert die Aromatik, die Säure gewinnt insgesamt leicht an Raum, was der Frische förderlich ist, kein Substanzverlust dabei. Der Abgang gewinnt noch etwas an Länge, auch hier eine Verlagerung der Agrumik zum Orangen hin, ein Hauch Koriandersaat im Finale.

Hat sich mit Luft noch signifikant zur klareren Seite hingewandt, das ist mir tatsächlich einen Aufschlag wert:

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/07/31/duell-der-saubermacher/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 56 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung