Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.05.26 20:29

Bezeichnung: Malvasía - Los Llanos Negros - Piezas N4 - seco - Vino blanco
Winzer/Produzent: Victoria E. Torres Pecis
Land / Region: Spanien - Islas Canarias
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Malvasía Volcánica
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Lote L mal/2018
Preis: 29,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Wein am Limit - 25.08.2020
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 22.05.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 16.07.2024:

Visuell ein dunkleres, dichtes Orangegelb mit minimaler Trübung im Glas, geruchlich zeigt sich zuerst ordentlich Etherik von Orangen und Kumquats, dazu eine Ankündigung von Salz und intensiverer Floralik. Am Gaumen dann in erster Linie auch diese intensive, orange Zitrusetherik, das Salz nicht ganz so amtlich bzw. kernig wie zuerst angenommen, weil irgendwie abgerundet wirkend (höherer KCl- / MgCl2-Anteil), aber dennoch äußerst prägend, dazu eine für atlantische Verhältnisse sehr agile und dennoch geschmeidige Säure; mit Luft nimmt der Gelbblumenextrakt zu, ohne ins Parfümierte abzugleiten, neben dem Salz zeigen sich auch Korund und Basalt. Dann ein ziemlich langer, etherisch-würzig-salziger Abgang, hier eher mandarinenölfokussiert, insbesondere im Finale.

Trotz der Fülle der Aromen flutscht dieser Wein wie nicht gescheit, die Agrumenetherik wirkt einzigartig, vor allem die Salzstruktur ist ziemlich unique; einer der wenigen Weine, bei dem die reale Chance besteht, ihn auch nach Jahren punktgenau wiederzuerkennen (sofern er sich bis dahin noch nicht drastisch verändert hat…). Die Intensität der Aromatik erinnert an Traminer, aber wenn man das mal ein bißchen ausblendet, wird die Rebsorte recht schön abgebildet, nur in ungewohnter Expressivität; großer Spaß!

Wertung vom 16.07.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 22.05.2026:

Farblich ein sattes Orangegelb im Glas, nasal hinter einem leichten, (noch) nicht störenden Ethylacetatschleier sehr sekundäre wie klare Frucht mit gelber Orange und nicht ganz reifer Nektarine, dazu ein paar Kräuter sowie Basalt. Am Gaumen klebert’s nur noch gehaucht, hier setzt sich die Frucht in Form von reifem Pfirsich, Mango, Tamarillo und Kaki viel deutlicher in Szene, dazu Kräutersalz mit Basalt; die Säure ist selbstbewußt und fast etwas scharf, wirkt aber gegen die Frucht dennoch gut balanciert. Dann ein Mehrminüter, bei dem der Basalt deutlicher auf sich aufmerksam macht, im Finale einiges an Bitterorangenkonzentrat.

Der leichte Kleberton stört (mich bzw. uns) zwar aktuell nicht, geht noch als durchaus animierende Kante durch, dennoch führt’s bei mir in der Bewertung einen Schritt nach unten, da der Wein schon mal etwas komplexer war. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, wie sich das weiter entwickelt, denn ich habe schon beides erlebt, Zunahme wie Abnahme der Kleberei mit der Zeit; da das aber bei der Erstbegegnung noch kein Thema war, würde ich von einer weiteren Lagerung in diesem Fall eher abraten. Dennoch heute mit Freude zum Spargel mit Lammfilets genossen!
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/05/22/malvasia-3/
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