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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 29.04.26 13:31 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Würzburger Stein - trocken - VDP.Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Juliusspital |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Stein (Würzburg - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 3000 054 17 |
| Preis: |
12,99 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Edeka Stockdorf - 01.04.2017 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
28.04.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 01.12.2017:
Hier ein mittleres Goldgelb im Glas, geruchlich reife, aber doch irgendwie reduzierte Ananas, etwas Blutorange sowie etwas Pulpe (das ist der Brei, aus dem Papier gemacht wird), deutlich kalkig, ganz leicht rauchig. Geschmacklich fällt erst mal eine leichte Adstringenz auf, die Frucht präsentiert sich, wie oben beschrieben mit einem kleinen Pfirsich als Zugabe. Die Säure ist recht kernig, aber schön integriert, mit ihr kommt noch etwas Pampelmuse incl. Bitterchen mit. Der Abgang hat eine schöne Länge, dabei frisch-fruchtig, die Mineralik ist hier eher angedeutet.
Eigentlich ein sehr schöner Riesling, aber aus meiner Sicht noch nicht ganz fertig. Das habe ich aber schon öfter bemerkt, daß die Muschelkalk-Rieslinge gegenüber den Silvanern eher Spätzünder sind.
Wertung vom 01.12.2017: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 28.04.2026:
Visuell ein dichtes Goldgelb im Glas, nasenmäßig gibt’s von Beginn an einen intensiven Mix aus Kaki und Mango sowie etwas angematschtem Pfirsich nebst etherischen Anteilen von Mandarine und Kumquat. Gaumal sind die Exoten und das Steinobst mit ihrem amtlichen Extrakt auch deutlich vor den Agrumen unterwegs, die aber dennoch stark regulierend eingreifen, um das Ganze nicht mastig werden zu lassen, dazu einige etherisch (schon wieder!) wirkende Kräuter, die ein bißchen in Richtung Minze und Eukalyptus schauen; die Säure ist gut aufgestellt und arbeitet frischemäßig eher in zweiter Reihe hinter der Kräuterseite, steinseitig erinnert mich das eher an einen Keuperwein denn Muschelkalk, was aber nix Schlimmes ist. Dann ein sehr langer Nachhall, der die Zitrusetherik vermehrt transportiert, im Finale ein kaum enden wollender Kräuterausklang.
Das ist zwar grundsätzlich ein eher wuchtigerer Riesling, er kriegt aber die Kurve ums Adipöse mit Hilfe von Agrumen, Kräutern und Säure äußerst gut und so macht der Wein nicht nur zum Essen fortgeschritten Freude. Das paßt mit seiner Dichte mindestens genauso gut zu schärferem, asiatischen Essen wie der hierzu oft gepriesene Restsüß-Riesling, schade, daß das seit dem Jahrgang 2017 stilistisch in eine andere Richtung geht… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/04/28/der-letzte-juliusspitaeler-nach-meinem-geschmack-relaunch/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2017/12/03/horizontal-vertikal/ |
| Link 3: |
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Bilder:
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