Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.01.22 15:47

Bezeichnung: Pinot noir - Kalkstein - trocken - QbA
Winzer/Produzent: Frank John
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2014
Typ: Rotwein
Rebsorte: Spätburgunder (Pinot noir)
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 5 176 207 0001 16
Preis: 34 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 09.12.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 05.01.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 28.05.2018:

Im Glas ein etwas trübes, mittleres Granatrot mit deutlicher Transparenz, für die Nase gibt's recht dicht Sauerkirschen mit ganz leichter Holznote. Geschmacklich kommen noch ein paar weiße Johannisbeeren sowie dezent frische Zwetschgen dazu. Auch hier kommt das Holz rein als Holz -am ehesten frisch gesägte Buche- daher (trotz der Verwendung von Eichenholz). Dazu gibt's eine Säure, die man einfach nur "perfekt angepaßt" nennen kann. Weil ja "Kalkstein" auf der Flasche steht, habe ich dann mal nach dieser Komponente gesucht und auch gefunden. Diese Steinchen bilden -wenn man sich d'rauf konzentriert- tatsächlich ein sehr schönes Fundament, schieben sich aber nicht in den Vordergrund. Der Abgang macht ebenfalls viel Freude und das im Mehrminutenbereich; auch hier sind Frucht, Säure und Holz in sehr schöner Balance, auch wenn hier die o.g. Buche am deutlichsten hervortritt.

Dieser Spätburgunder heißt zu Recht "Pinot noir", ich würde ihn zwar blind vermutlich nicht ins Burgund verorten, aber er hat sehr schöne Anleihen von dort. "Deutsch" ist dieser PN (zum Glück) nur ganz am Rande.

Wertung vom 28.05.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 05.01.2022:

Ganz leicht angebräuntes Rubinrot, höhere Transparenz. Riecht intensiv, aber nicht überbordend nach Eukalyptuswald mit ein paar Pfifferlingen, dahinter einige Würzkirschen. Am Gaumen herrscht ebenfalls der Eukalyptuswald vor, leicht grünlich-erfrischende Säure, ein paar würzig-herbe Kirschen, steinseitig was Lehmig-Kalkiges. Der Abgang ist sehr lang und würzig, super Säurestruktur.

Trotz Kaltjahr wirkt dieser PN fast warm, jedenfalls zeigt sich eine schöne Balance der Kräfte. Ist auch mittlerweile recht klar als deutscher Pinot erkennbar, jedoch nicht als typisch deutsch, dafür ist er schlicht und ergreifend zu ernsthaft unterwegs, die warme Waldaromatik schielt zwar ein bißchen in Richtung Burgund, aber im Detail setzt insbesondere der Eukalyptus eine ganz eigene Marke.

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: außer daß der Wein insgesamt leicht wärmer geworden ist, hat sich nichts Wesentliches getan, feine Entwicklung auf gleichbleibend hohem Niveau.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/01/09/grade-noch-so/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2018/05/29/nicht-exclusiv/
Link 3: -
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