Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 26.07.22 19:36

Bezeichnung: Cuvée Roussanne - Châteauneuf-du-Pape AC
Winzer/Produzent: Patrice Magni
Land / Region: Frankreich - Rhône
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Roussanne
Alkohol (Vol.%): 14,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 37 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 01.07.2015
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 26.07.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 18.07.2015:

Schönes Goldgelb im Glas. In der Nase gleich ein recht opulenter und komplexer Duft nach einem ganzen Früchteladen. Reife Ananas, Marula, sehr reife Kochbanane und Rosinen, Gewürzstrauß mit Nelke, Zimt und Anis, Löwenzahn und ein paar glasierte Nüsse. Da weht einen der Geruch schon fast weg. Am Gaumen kommen auch zusätzlich ein paar Bratäpfel und Williams-Christ-Birnen durch. Viel Säure findet man vordergründig nicht bzw. sie wird durch die 14,5 Umdrehungen und den ordentlichen Extrakt ziemlich in Schach gehalten. Oder sie wirkt sehr ausgleichend, wie auch immer. Jedenfalls flutscht der Wein runter wie Öl. Auch die holzbedingten Aromen sind spürbar, aber relativ zum Gehalt doch wohltuend dezent. Dieser C9dP ist ein ziemliches Kaliber, es macht einem aber nichts aus. Zumindest mir nicht. Nicht mal bei der Wärme gestern Abend. Von der Trinktemperatur her stehen ihm 13 bis 14 °C deutlich besser als die Kühlschranktemperaturen von unter 10 Grad. Der Abgang ist mittellang und befriedigt einen vornehmlich mit der exotischen, reifen Fruchtaromatik.

Ich bereue es in keinster Weise, daß ich jetzt schon ein Fläschchen geopfert habe, auch wenn der Wein noch ein bißchen ungestüm wirkt. Die anderen Flaschen werde ich mal ein paar Jahre liegen lassen, die ein oder andere Kante schleift sich da sicher noch ab.

Wertung vom 18.07.2015: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 11.05.2018:

Im Glas ein recht dichtes Goldgelb, in der Nase viel Pfirsich, reife Kaktusfeige, auch Akazienhonig, dabei leicht nussig, irgendwann kommt noch eine frittierte Kochbanane (sehr reif und bereits schwarzschalig) dazu. Im Hintergrund ein paar schieferige Noten. Am Gaumen recht opulent wirkend, die Früchte sind leicht ankandiert bzw. oxidiert, die amtliche Extraktsüße ist sehr geschmeidig, aber es gibt genügend Säure zur Breitenabwehr. Dazu wieder eine satte, leicht herbe Steinunterlage, die man aber aufgrund der dichten Frucht auch leicht "übertrinken" kann. Sehr langer Abgang mit Rachenwärme, dennoch kein spürbarer Allohol, trotz des Gehalts recht belebend.

Wenn schon fett, dann so! Die super Säurestruktur ist hier für mich der wesentliche Schlüssel zum Erfolg, alle anderen Beigaben machen aber auch viel Freude. Ich weiß nicht, ob der C9dP aktuell am Zenit ist, weit weg davon scheint er mir jedenfalls nicht zu sein.

Wertung vom 11.05.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 26.07.2022:

Ein recht sattes Altgold zeigt sich im Glas, nasal gibt's kräuterhoniggeschwängerte, reife Frucht wie Pfirsich und Physalis, ein bißchen fast schwarze Bananenschale, kein vordergründiges Holz, eigentlich nur etwas aus der Karamellecke. Am Gaumen dann wie erwartet opulent fruchtig mit sehr reifem, aber nicht überreifem Oxy-Steinobst, wieder mit Honig- und Karamellbeigaben, dazu auch ein bißchen was an braunen Kräutern bzw. Gewürzen wie Koriandersaat und Beifuß, die Steinseite ist leicht schieferig-herb, säuremäßig ist der Wein so gut ausbalanciert, daß trotz der Fülle die Fließfähigkeit nicht gefährdet ist. Nachhallseitig kann man bezüglich der Länge nicht klagen, trotz leichter Wärme im Rachen keine Brandigkeit, das Fruchtkonzentrat wirkt mit angemessener Essensbegleitung nicht anstrengend bzw. ermüdend und auch die Säure leistet zusammen mit der blauen Steinseite gute Dienste.

Vor gut vier Jahren hatte ich schon die Befürchtung, daß der Wein aufgrund der damals schon straff oxidierten Frucht kein allzu langes Leben mehr haben könnte und hatte mir deshalb eigentlich vorgenommen, mit der letzten Flasche nicht allzu lange zu warten. Nur habe ich mittlerweile nur noch selten Gelegenheit, sowas Dickweiniges sinnvoll mit einer Mahlzeit zu kombinieren, weshalb es dann doch etwas länger gedauert hat. Die Sorge war aber unbegründet, dieser C9dP hat sich in seiner Oxy-Opulenzphase super gehalten und verglichen mit der letzten Begegnung nicht abgebaut, sondern sich nur etwas umgebildet. Allerdings ist das mittlerweile trotz an sich gleichbleibender Qualität kein "3er" mehr für mich, was aber wohl lediglich meinen sich ändernden Vorlieben geschuldet ist...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/07/26/c9dp-in-weiss/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2018/05/13/25-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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