Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.09.21 16:42

Bezeichnung: [Aligoté] - Chut... Derain - brut nature - Vin Mousseux
Winzer/Produzent: Derain
Land / Region: Frankreich - Burgund
Jahrgang: 2018
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Aligoté
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L.118
Preis: 25 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Mes Bourgognes - 07.02.2020
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 04.09.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 09.08.2020:

Farblich ein helleres Messing mit leicht rötlichem Schimmer, mittelfeiner Blubber mit gutem Durchhaltevermögen. In der Nase leicht anfermentierte Zitronen, etwas großholzig, ein Hauch Croissant, leichter und angenehmer Säurenebel. Geschmacklich dann ist die Agrumenvarietät deutlich größer: Limette, Pampelmuse und Pomelo gesellen sich noch incl. ihrer verschiedenen, dezenten Bitterchen dazu und bringen auch etwas Extraktsüße mit, welcher eine respektable Säurefront gegenüber steht; mit etwas Luft kann man auch Nuancen von grünen Äpfeln und Lakritz erkennen, immer schwingt ein schön elegantierendes, leicht schmutzig-lehmiges Kalkbett mit. Der sehr lange Abgang ist frisch und elegant zugleich, er regt den Speichelfluß signifikant an und macht nachdrücklich Lust aufs nächste Glas.

Ganz vorzüglicher und frischer Zitrus-Schäumer, der aufgrund seines wunderbar eingestellten Extrakts nicht mit der ultratrockenen brut nature-Brechstange daherkommt, aber auch weit entfernt von einem Schmeichler ist, für mich auf einer Ebene mit sehr schönen Champagnern, wenn auch schon von der Mineralik und Hefestruktur her nicht damit vergleichbar.

Wertung vom 09.08.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

-------

Verkostung vom 04.09.2021:

Farblich ein dichteres Strohgelb mit Tendenz zum Messing, eher gröberer Blubber mit guter Ausdauer. Riecht nach frisch-mürben (sic!) Äpfeln mit leichtem, vorgehängten Schleier, dazu ein Hauch gelbe Zucchini, angekündigtes Kalk- / Specksteinmehlgemisch. Am Gaumen herrscht aristokratische Frische, irgendwie zurückhaltend, aber doch eindringlich, dazu anfermentierte Zitronen, edle Säuren, ein paar weiße Tanninchen führen zu einer Mikro-Adstringenz. Der sich im Mehrminutenbereich tummelnde Nachhall lebt ebenfalls von diesem etwas widersprüchlichen Gegensatz von Eleganz und Frische.

Ist mittlerweile schon deutlich anders als vor gut einem Jahr, die Entwicklung fand aber ohne Qualitätsabstriche oder aufkommende Reifenoten statt. Trotz gefühlter Zuckerfreiheit recht geschmeidig bis elegant, trotz der edlen Zurückhaltung fortgeschritten belebend; solche uneindeutigen Kunstwerke sind es, die das (Wein-) Leben spannend machen...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/08/09/2-fach-konzentriert/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 152 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung