Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 29.01.26 20:37

Bezeichnung: Riesling - Estate - trocken - Gutswein
Winzer/Produzent: Wittmann
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 4 327 231 006 18
Preis: 12,15 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 21.01.2021
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 29.01.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 27.02.2021:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, noch leichte CO2-Entwicklung. Nasal gibt's etwas distinguiert und nachdrücklich zugleich Streichholzschachtelreibefläche sowie einen Hauch hellen Tabaks, gaumal geht's dann hinsichtlich der Aromen aus der Flintschublade etwas kerniger zu, hier ist der Tabak dunkler, dazu gibt's Wunderkerze und Chinaböller, dahinter dann recht gut differenzierbare Zitronen, Limetten, Pomelo und Zanzibar-Ananas, das Ganze mit einer leicht würzig-pfeffrigen Säure auf niedrigstes Trinkhemmnis getrimmt. Der ellenlange Abgang ist ebenfalls hochfrisch, hier mehr geprägt von der ultrafrischen und auch angenehm kantigen und etwas mit Zitronengras dotierten Agrumenseite, die Mineralik darf aber nach wie vor signifikant mitspielen.

Wenn auf der Flasche "Erste Lage" draufstehen würde, gäb's auch nix zu meckern, der normale Preis ist zwar für einen Gutswein auch für VDP-Verhältnisse schon recht amtlich, aber da der "Estate" m.E. ohne Weiteres zwei Ligen höher mitspielen kann, relativiert sich das wieder recht gut.

Wertung vom 27.02.2021: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 19.03.2024:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, geruchlich geht's sehr frisch und dabei leicht reduktiv zu, es zeigen sich ordentlich Basalt sowie blaue Korundscheibe bei der Arbeit; dahinter formieren sich Yuzu und Zitronen, ganz leicht auch noch etwas Zanzibar-Ananas. Geschmacklich ist die superknackige Agrumenseite führend, die Säure ist strahlend wie jugendlich; obwohl es eigentlich kaum Fruchtextrakt gibt, bauen die Agrumen doch ordentlich Druck auf, auch hier in erster Linie blaue Mineralik, die hier jedoch weniger basaltig wirkt. Dann hallt's recht lang nach, wobei die Zitrone ganz klar das Sagen hat, im Finale spielt auch eine Limette mit.

Das ist nach wie vor ein sehr schöner und vor allem knackfrischer wie knochentrockener Riesling, der auch im 7. Jahr seiner Existenz keine wirkliche Schwäche zeigt, auch wenn durch die Abnahme der reduktiven Noten und der Fruchtdiversität die Komplexität schon etwas geringer geworden ist, die Nachkaufwürdigkeit bleibt jedoch erhalten. Allzu säureempfindlich sollte man aber nicht sein...

Verkostung vom 19.03.2024:

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Verkostung vom 29.01.2026:

Farblich ein etwas angedunkeltes Goldgelb, fürs Riechorgan gibt’s einen minimal gewachsten Zitruskorb mit etherischen, gelben Orangen und etwas Kumquat, dazu eine mittlerweile recht reife Zanzibar-Ananas; immer noch prägend, aber nunmehr doch subtil reduktiv mit Basalt und VA-Schnitt. Auf der geschmacklichen Seite baut sich sofort eine deutliche Spannung zwischen den leichten, wachsigen Reifenoten und der immens knackigen und dennoch auch gereift wirkenden Säure auf, fruchtseitig kommen hier auch Limette und Bilimbi zum Zug, auch steinseitig wirkt’s etwas gegensätzlich mit basaltigen Noten, die nunmehr erdig untermalt sind. Der Minutenabgang verstärkt die grüne Limettenetherik noch, was die Spannungspole weiter auseinanderzieht.

Im neunten Jahr ist dieser Gutswein, der mich seinerzeit knapp unter 10 Euronen gekostet hat, wohl nahe seines Zenits, ob kurz davor oder dahinter sei mal dahingestellt. Jedenfalls ist dieser Riesling nunmehr in einem Stadium, in dem mir die sortentypischen Reifenoten noch außerordentlich gut gefallen, wie schnell das -für mich- kippt, kann ich leider nicht beurteilen, ist aber eh meine letzte Flasche. Und was das Benchmarking angeht: ich hab schon deutlich einfachere Erste Lagen im Glas gehabt…
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/01/29/gut-besser-estate/
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