Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 25.07.22 05:40

Bezeichnung: Le Verger du Littoral - Cidre
Winzer/Produzent: Ferme de la Sapinière
Land / Region: Frankreich - Normandie
Jahrgang: 2019
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Äpfel
Alkohol (Vol.%): 5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L. 2015
Preis: 7,2 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Made in Calvados - 14.04.2021
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 24.07.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 11.06.2021:

Farblich ein dunkleres Altgold bis Honiggelb, ordentlich Blubber mit relativ feiner Perlage und sehr hoher Ausdauer. Fürs Näschen gibt's leicht angegerbte, gelbsalzige Mostäpfel hoher Dichte mit angekündigter Säurefront. Am Gaumen wird dem ordentlichen Apfelextrakt ebenso ordentlich Säure gegenüber gestellt, was zu einer schönen, frischefördernden Spannung führt; die Gerbstoffe und Salze sind hier nicht ganz so präsent, was zu einer gewissen Leichtigkeit führt ohne daß sich dabei ein geschmackliches Loch auftun würde. Der mehrminütige Nachhall bietet am meisten Frucht und Extraktsüße, jedoch ohne jeglichen freien Zucker, daher auch hier höchst animierend.

Von den bisher probierten Normannen ist dies wohl der, welcher am leichtfüßigsten daher kommt, dabei aber nicht das Manko der Substanzlosigkeit mitschleppen muß. Nicht der spektakulärste Cidre im line-up, aber wohl der niederviskoseste im besten Sinne und auch der mit dem mit Abstand geschmeidigsten und gleichzeitig intensivsten Schaumgefühl im Mund, schon deshalb ein klarer "3er".

Wertung vom 11.06.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 24.07.2022:

Ein leicht angetrübtes Biergelb (Zoigl oder so) im Glas, ziemlich ordentlicher, mittelfeiner Blubber, der kaum nachlassen mag. Riecht sehr herb nach ultramürben, ledrigen Mostäpfeln mit ordentlichem Hopfencoating, auch eine deutliche Eisensalzfracht schimmert schon klar durch. Geschmacklich dann erst mal die knarztrockene Grundstruktur mit dem satten Gerbstoff-Hopfen-Mix incl. feiner Microfaserpelzigkeit, das Mostapfelige samt herber Trockensüße steht hier eher im Hintergrund, dafür gibt's noch etwas Pomeloalbedo incl. zugehörigem Bitterchen (changiert mit Luft in Richtung Mandarine), einiges an Kreide als Basis. Beim sehr langen Abgang schiebt sich dann der Hopfen samt Bitterchen nach vorne, im Finale leicht herb-extraktsüß bei völliger Zuckerfreiheit.

Das ist mittlerweile durch den Hopfenzuwachs sehr bierig im besten Sinne ohne dabei das Cidre-ige über Bord zu werfen, auch der hohe Gerbstoffgehalt führt trotz nunmehr eher moderat wirkender Säure nicht zu einem Mangel an Trinkfluß, eher im Gegenteil, den Hauptanimationsanteil kann aber klar das Hopfenbittere für sich verbuchen. Das war übrigens einer der günstigsten Cidres aus unserer Normandie-Kiste...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/07/24/normannisches-schaumwunder/
Link 2: -
Link 3: -
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