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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 25.01.26 22:43 |
| Bezeichnung: |
Spätburgunder - Dernauer Pfarrwingert - "R" - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Erwin Riske |
| Land / Region: |
Deutschland - Ahr |
| Lage: |
Pfarrwingert (Dernau - Ahr) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Rotwein |
| Rebsorte: |
Spätburgunder (Pinot noir) |
| Alkohol (Vol.%): |
13,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 1 792 192 019 18 |
| Preis: |
42 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 18.08.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
25.01.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 27.08.2021:
Farblich spätburgundertypisch rubinrot mit Tendenz zum Ziegel, höhere Transparenz. In der Nase vor allem Herbstwald mit ein paar Pilzen, dahinter Preiselbeeren und ganz leicht Kirsche. Am Gaumen dann auch deutlich Him- und Erdbeere, allerdings noch gut auf der unplakativen Seite, hier signifikant weniger Wald, dennoch präsent; geschmeidige und dabei durchaus selbstbewußte Säure, darunter eine schieferig-kalkige Basis. Der ziemlich lange Nachhall zeigt die Frucht dann in Verbindung mit der hier fast spitzen Säure mit einer recht hohen Spannung, insgesamt wirkt der Wein aber dennoch sehr geschmeidig.
Ein zwar grundsätzlich recht deutscher Spätburgunder, allerdings hier tatsächlich im besten Sinne; der dezente Schieferhauch wirkt dann einigermaßen verräterisch. Vor allem nasal wunderschön, ansonsten zwar ein für mich attraktiver Deutschburgunder, aber dann doch recht ambitioniert bepreist, was ihn wieder aus der Nachkaufriege schmeißt. Hätte ich um den aufgerufenen Preis normalerweise nicht gekauft, vor allem nicht blind, aber angesichts der Umstände reut mich das Geld in diesem Falle nicht...
Wertung vom 27.08.2021: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 25.01.2026:
Ein minimalst angeziegeltes Kirschrot mit etwas erhöhter Transparenz im Glas, nasenmäßig gibt’s Schwarzkirschsaft mit frischen und leicht sekundären Anteilen, deutliche Schieferankündigung, nach etwa einer halben Stunde baut sich auch das Holz langsam dunkeltabakig auf ohne je dominant zu werden. Am Gaumen kommt noch etwas Aronia dazu, dem herben Fruchteindruck steht ein klein bißchen (Extrakt- ?) Süße entgegen, die Säure ist recht potent und stützt die kühle Schieferseite deutlich. Dann ein mehrminütiger Nachhall, bei dem als erstes ein paar wenige -und später mehr- tabakkondensatige Aromenfetzen das Ganze etwas anwärmen.
Das ist nunmehr ein relativ kühler, leichtfüßiger und dennoch stoffiger Spätburgunder klar deutscher Machart im besten Sinne, der hinsichtlich innerer Spannung deutlich vom charakterisierenden Schiefer zehrt und hinsichtlich Holzwürze in wunderbarer Weise gleichzeitig prägend wie subtil ist. Gegenüber der Erstbegegnung ist das nun im zehnten Jahr ganz erheblich stimmiger und machte entsprechend mehr Freude, es kommt jedenfalls nicht gerade oft vor, daß ein Wein innerhalb weniger Jahre den Sprung von der „1er“ in die „3er“-Riege schafft. Paßte zur Entenbrust jedenfalls wie die klassische Faust aufs Auge. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/01/25/mein-letzter-flutwein/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2021/09/15/solidahritat-mit-wrint/ |
| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 621 mal abgerufen |
Bilder:
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