Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 04.06.26 20:27

Bezeichnung: Riesling - Großkarlbacher Burgweg - trocken - VDP.Erste Lage
Winzer/Produzent: Philipp Kuhn
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Lage: Burgweg (Großkarlbach - Pfalz) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 5 128 037 032 17
Preis: 14,95 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 09.12.2020
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 04.06.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 13.11.2021:

Farblich ein dunkleres Goldgelb, nasal gibt's mit Kumquat und Orange dotierte Flintaromen von recht nerviger Qualität. Gaumal ist dieser Riesling dann etwas gesetzter unterwegs, die Säure ist zwar ordentlich bemessen, die Agrumen sind trotzdem relativ flaumig, untendrunter gibt's kühlen Speckstein. Der schön lange Abgang ist ein klein bißchen bizzelig, dennoch auch hier etwas gebremste Frische von der leicht diffusen, eher orangen Agrumenseite.

Dieser Riesling ist einerseits mit ordentlichen Frischekomponenten ausgestattet, andererseits sind auch ein paar dämpfende Elemente unterwegs, welche die Frische für meinen Geschmack doch signifikant im Zaum halten. Könnte also gerne etwas quirliger sein (ich hab da aus der Erfahrung heraus schon eine gewisse Erwartungshaltung an die Kuhnschen Erzeugnisse), dennoch ein sehr schöner Essensbegleiter z.B. für Fälle, in denen man sonst eher an Weißburgunder denken würde.

Wertung vom 13.11.2021: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 04.06.2026:

Im Glas ein dichteres Goldgelb, nasenmäßig sind wir recht dicht fruchtig vor allem mit Pfirsich unterwegs, dazu eine ganz leichte Frischkohlnote sowie ein paar fermentierte Zitronenzesten. Geschmacklich ist der Pfirsich nicht ganz so dominant, hier kommen neben leicht bitterer Pomelo auch grünliche, fast vegetabile Noten ins Spiel, die Säure wirkt verjusig, bodenseitig kommt’s mir kalkig-flechtig vor. Dann ein ziemlich langer Nachhall, der neben erfrischender Pomelo und Limette auch wieder diese kantige Grünkohlnote mitschleppt.

Wie schon andere Kuhn’sche 16er kommt auch dieser Riesling mit ein paar grünen Noten der nicht ganz so animierenden Art daher, wobei diese sich hier erst mit der fortgeschrittenen Reife so richtig zeigen, vermutlich waren sie bei der Erstbegegnung gegenüber den noch vorhandenen orangen Zitrusnoten irrelevant. Das kann man zwar tatsächlich noch schön trinken, solange man das mit dem Essen gut kompensieren kann, das Sologlas wird dann aber schon leicht anstrengend. Und obwohl sich aktuell noch keinerlei Rieslingreifenoten aus der Tankstellenecke zeigen, gehe ich nicht davon aus, daß weiteres Zuwarten hier noch Besserung bringt.
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/06/04/gemuese-riesling/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2021/11/14/auf-dem-weg-zum-lirac-fanboy/
Link 3: -
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