Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 27.03.25 20:39 |
Bezeichnung: |
[Gemischter Satz] - Vernatsch - [Rosslauf] - Upupa Rot - von alten Reben - Weinberg Dolomiten IGT |
Winzer/Produzent: |
Abraham |
Land / Region: |
Italien - Südtirol |
Jahrgang: |
2018 |
Typ: |
Rotwein |
Rebsorte: |
Gemischter Satz |
Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
Verschluss: |
Glasstopfen |
Weitere Angaben: |
Gemischter Satz mit ca. 95 % Vernatsch und 5 % Blauburgunder,
L0420 |
Preis: |
14,4 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 25.06.2021 |
Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25 |
Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
Autor/Verkoster: |
EThC |
Verkostungsdatum: |
27.03.2025 |
Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
VKN im Detail: |
Verkostung vom 18.11.2021:
Im Glas ein deutlich transparentes Kirschrot mit leichtem Ziegeleinschlag, riecht nach würziger Kirsche mit einem kleinen Herbstwäldchen. Schmeckt auch so, wobei die Würzkirsche schon recht potent wirkt, der Leichtweincharakter aber grundsätzlich erhalten bleibt; dazu eine recht quirlige Säure, stein- bzw. mineralseitig fällt mir am ehesten karger, leicht lehmiger Ackerboden ein. Auch der minutenlange Abgang ist vornehmlich im Kleinwaldbereich angesiedelt, im Finale eine feine Vanille- / Totholzwürze.
Als ich den Wein seinerzeit im Weingut probiert habe, war ich voll auf der Pinot-Spur; Martin Abraham hatte mir nicht gesagt, was ich da im Glas habe, da ich vorher meine allgemeinen Bedenken hinsichtlich Vernatsch geäußert habe. Aber was hier ins Glas kommt, schafft den Doppelspagat zwischen Leichtigkeit und Expressivität sowie zwischen Anspruch und Unkompliziertheit mit Bravour. Wenn alle Vernatsche so oder so ähnlich wären, wäre ich ein großer Fan dieser Rebsorte, aber leider sind's halt doch nur vereinzelte Ausnahmen...
Wertung vom 18.11.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 27.03.2025:
Farblich ein leicht angebräuntes, minimal ziegeliges Rubinrot mit leicht erhöhter Transparenz, das Näschen erreicht eine Mischung aus reifer, sekundärer Kirsche sowie minimal Pflaume, ganz leicht ankompottiert, das Ganze mit etwas Waldwürze und einem Hauch Tabakkondensat versehen. Schmeckmäßig dann auch dieser leicht angereifte Eindruck, hier etwas mehr Pflaumenkompott, wir sind aber bei Weitem nicht im Marmeladingerbereich unterwegs; vom Holz resultiert hier kaum was Waldiges, dafür mehr Tabakiges sowie ein kleiner Teerhauch, die Säure zeigt eine schöne Präsenz, bodenseitig fühlt’s sich einerseits recht ackerbodig an, allerdings mit kühlenden Einschlüssen. Der schön lange Nachhall lebt dann in erster Linie von Tertiärnoten, eine Art Bitterblutorange sorgt im Nachhall dezent aber doch noch deutlich für eine recht eigene Frischewirkung.
Der rote Upupa ist meines Erachtens nach nunmehr schon leicht auf dem absteigenden Ast, ist aber aktuell immer noch ein sehr schöner Wein, der zur heutigen, fleischfreien Pizza wunderbar paßte. Erneut muß ich feststellen, daß ich blind sicher niemals auf Vernatsch aka Schiava grossa aka Trollinger getippt hätte; der Wein dürfte auch in dieser leicht geschwächten Form noch 99 % aller Rebsortengenossen -insbesondere wenn Trollinger auf dem Etikett steht- überlegen sein. Für schnellen bzw. zeitnahen Genuß sogar durchaus noch nachkaufwürdig… |
Trinkreife: |
jetzt trinken |
Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/03/27/wenn-vernatsch-nicht-nach-vernatsch-schmeckt/ |
Link 2: |
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Link 3: |
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Bilder:
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