Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 05.02.24 19:56

Bezeichnung: Sauvignon [blanc] - Kofl - Terroir - Südtirol DOC
Winzer/Produzent: Kellerei Kurtatsch
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L19817
Preis: 15,6 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 04.04.2018
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 05.02.2024
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 29.03.2022:

Der SB präsentiert sich in einem leuchtenden Goldgelb, das Näschen registriert erst mal würzig-pfeffrige Kräuter (oder kräuterige Pfefferwürze?), welche einen Mix aus Mirabellen und Jostabeeren begleiten. Gaumal steht ebenfalls dieses Oregano-Estragon-Beifuß-Liebstöckel-Pfeffer-Salzkaramell-Gemisch im Vordergrund, die genannte Frucht folgt zuzüglich gelber Kiwi auf dem Fuße; die Säure ist einerseits fast unauffällig, andererseits aber auch ziemlich potent und hält den Wein erfreulich niederviskos, steinseitig stoße ich auf was Blau-herb-bitteres. Der sehr lange Nachhall setzt dann auch mehr auf die letztgenannte Mineralik, erst im Finale übernimmt die Würzseite wieder die Pole.

Wenn man in diesem Fall eins der meist verwendeten Charakterisierungsextreme für Sauvignon blanc verwenden wollte, läge man sowohl hinsichtlich NZ als auch Loire völlig daneben, hier zeigt sich eine ganz eigene SB-Stilistik, die ich in einigermaßen ähnlich tatsächlich nur aus Südtirol kenne. Dabei ist die Sorte auch für weniger Geübte klar erkennbar (hat funktioniert!) und dennoch ist der "Kofl" aufgrund der Würze- / Kräuterseite sowie der irgendwie speziellen Balance zwischen kühlen und warmen Bestandteilen für mich in hohem Maße eigenständig. Wird wahrscheinlich noch längere Zeit Freude auf hohem Niveau bereiten!

Wertung vom 29.03.2022: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 05.02.2024:

Visuell ein schon recht dunkles Goldgelb, nasal zuerst ein paar Trockenhonignoten -in etwa wie Rosmarinhonig-, danach leicht staubige Physalis. Am Gaumen dann recht fortgeschrittenes Steinobst, Aprikose und Dosenpfirsich -auch angestaubt- nebst leichtem Korianderbitterchen, schön austarierte Säure, Glimmer und Lehm als assoziierte Steinseite. Der Abgang ist dann leichter oder besser leicht substanzloser als erwartet, obwohl es schon auch hier eine Reihe von viskositätsfördernden Aromen aus der Honig- und Steinobstecke gibt.

Es geht mit diesem SB leider schon etwas bergab, ich hatte eigentlich gehofft, ihn näher am Zenit zu erwischen, zumal die vorhergehende, sehr erfreuliche Begegnung ja noch nicht mal zwei Jahre her ist, aber bei so vielen verschiedenen Weinen im Keller kann's halt nicht nur Punktlandungen geben. Die initialen Bitterchen ziehen sich zwar innerhalb weniger Minuten deutlich zurück und dann gibt's durchaus noch einige Freude bei der Aromensuche, aber nachkaufen braucht man das nun definitiv nicht mehr...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2024/02/05/sudtiroler-sb-stilistik/
Link 2: -
Link 3: -
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