Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 29.07.26 18:08

Bezeichnung: Rosé Cuvée - [Minheimer] Rosenberg & Günterslay - Major Tom - [trocken] - Qw
Winzer/Produzent: Tom Benz
Land / Region: Deutschland - Mosel
Jahrgang: 2021
Typ: Rosé
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus Spätburgunder, Schwarzriesling, Cabernet Sauvignon & Dornfelder, ca. 1.000 Flaschen, AP 2 592 195 06 22
Preis: 12,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 17.05.2022
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 29.07.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 28.06.2022:

Farblich zeigt sich was zwischen Apricot und Kupfer, riecht nach einem intensiven, aber nicht plakativen Mix aus ankompottierter Himbeere, leicht Preiselbeere sowie pink Grapefruit, leichte Großholzanmutung. Am Gaumen dann eher die Reihung Kirschjoghurt, Grapefruit und rote Pflaume, smarte Extraktsüße, kein gefühlt freier Zucker, lebendige Säure, "weicher" Schiefer als Basis. Vom Abgang zehrt man recht lange, hier ploppt auch noch etwas weißer Pfeffer auf, insgesamt ist dies aber der geschmeidigste Teil des Genusses.

Dafür, daß dieser Rosé letztlich trotz aller "Sekundarität" voll auf die Fruchtseite setzt (zumindest in seiner derzeitigen Jugend ist von dem beschriebenen, teilweisen Barrique-Ausbau nur eine Ahnung vorhanden), ist das ein erstaunlich ernsthaftes Getränk, auch wenn dessen aktuelle Unerwachsenheit noch eine kleine Kitschkomponente aufweist, die aber erstaunlicherweise nicht weiter stört. Sehr schönes Sommerzeuch, das unser Rote Beete-Risotto souverän begleiten konnte. Ist ein aussichtsreicher Kandidat für meine Rosé-Reifeexperimente...

Wertung vom 28.06.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 19.10.2023:

Ein reines Apricot zeigt sich im Glas, nasal gibt's Papaya und etwas sekundäre Mandarine. Am Gaumen dann etwas mehr von der agrumalen Seite, dahinter etwas mürbe Aprikose sowie wieder die Papaya in völlig unplakativ; deutliche wie weiche Säure, kalkige Basis. Abgangsseitig taucht dann auch ein bißchen Salz auf, das dem Kalk beigemengt worden zu sein scheint, hier auch ein leichtes Preiselbeerfeeling.

Tatsächlich kann man jetzt schon von schön, wenn auch leicht angereift sprechen, der sekundäre Fruchteindruck fernab jeder Kitschigkeit begünstigt das, vielleicht auch, weil Rosés sich ja sonst gerne im Bonbonbereich tummeln. Auf jeden Fall der reinen Jugendlichkeit nunmehr komplett entsprungen, das war beim letzten mal noch nicht ganz der Fall. Mal sehen, wie schnell das mit der Reiferei weitergeht, sollte ich im Laufe des nächsten Jahres noch mal antesten...

Wertung vom 19.10.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 29.07.2026:

Das Glas emittiert ein intensives Apricot, fürs Näschen gibt’s tanzanische Passionfruit-Fanta, Mandarine und Kaki in recht sekundärer Art. Am Gaumen wirkt die Frucht ein Stück weit primärer als nasal angekündigt, hierhin haben sich auch ein paar Johannisbeeren und eine harte Aprikose verirrt, der Fruchtkorb ist leicht kaligesalzen und weißgepfeffert, die Säure ist lebhaft, läßt aber eine leichte Cremigkeit zu, steinseitig wirkt’s eher kalkig mit leichter Besalzung und allenfalls minimaler Schieferdotierung. Dann ein gut langer Nachhall, der wieder die Passionfruit-Fanta nach vorne holt, dahinter leicht rotfruchtige Anteile von Preiselbeeren und Granatapfel.

Es ist ja nun schon wieder 3 Jahre her, seit ich die letzte Flasche probiert habe, dennoch kommt mir diese jugendlicher vor als die zuletzt geöffnete, ob’s an einer unterschiedlichen Sauerstoffdurchlässigkeit der Korken liegt? Keine Ahnung, aber immerhin möglich. Auf jeden Fall präsentiert sich diese Flasche -wie die vorherigen auch- ziemlich roséuntypisch, könnte durchaus auch als „sauberer“ Maischegärer durchgehen. Hinterließ jedenfalls bei 30 Grädern auf der Terrasse in gut gekühlt einen mehr als ordentlichen Eindruck, auch die Begleitung zu Sardines à la Tapenade war über jeden Zweifel erhaben. Zum Aufstieg in die „3er“-Riege reicht’s allerdings nicht, da müßte der Wein strukturell noch deutlich zulegen, komplex genug wäre er aber…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/07/29/rosa-sommerfund/
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