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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 08.03.26 21:52 |
| Bezeichnung: |
Silvaner - Würzburger Innere Leiste - trocken - VDP.Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Weingut am Stein - Ludwig Knoll |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Innere Leiste (Würzburg - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2017 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 3013 016 18 |
| Preis: |
16 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 20.10.2018 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
08.03.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 23.01.2023:
Farblich ein helleres und trotz "unfiltriert" absolut klares Schwefelgelb, nasal haben wir's in erster Linie mit Gesteinsmehl, VA-Schnitt und etwas Walzzunder zu tun, dazu noch Limetten- und Zitronenzesten. Am Gaumen gibt's dann neben der Steinerei etwas mehr Frucht, überwiegend bleiben wir jedoch auf der grün-gelben Agrumenseite, hier auch Albedo und ein paar kleine Spalten, dazu noch mit der Zeit zunehmend Aromenfetzen von nicht ganz reifem Steinobst; die Säure ist superfrisch, aber auch ein bißchen flaumig. Auch der ordentlich bemessene Abgang zeigt in erster Linie die o.g. Steine, das Finale wird dann von einer recht grünen Verjus-Säure bestimmt, die mit Luft jedoch etwas gelber wirkt.
Karg und sperrig ist der Silvaner nun tatsächlich nicht mehr, zumindest nicht für mich; Mineralik und (Zitrus-) Frucht sind jetzt sehr präsent und führen zu einem höchst erfrischenden Weinerlebnis ohne jegliche Reife- oder gar Altersnoten. Allerdings dürfte das der Mehrzahl der Silvaner-Liebhaber -auch derer, die etwas mehr Geld für eine Erste Lage ausgeben- vermutlich zu unfruchtig, vielleicht gar zu untypisch sein (hat aber trotzdem eine AP-Nummer...). Wenn man aber auf eine solche Stein-Agrumen-Kombi steht, ist das sicher eine gute Wahl.
Wertung vom 23.01.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 08.03.2026:
Ein etwas grelleres, fast Neongelb im Glas; etwas Rest-CO2 läßt sich bequem rausschütteln, wenn’s stört, finde ich -soviel vorweg- aber ganz animierend. Geruchlich denke ich erstmal an Riesling mit dieser agrumenlastigen, leicht etherischen und noch minimal reduktiven Nase und schaue kurz aufs Etikett, wo aber klar und deutlich „Silvaner“ steht. Am Gaumen auch diese Mélange aus Pomelo, Pampelmuse, Zitrone und Limette (recht schön differenzierbar), mit den feinen Noten von nicht ganz reifer Williams-Christ-Birne und ebensolcher Mirabelle wird die Rebsorte schon schlüssiger; die Säure ist reif, kantig, potent und frisch zugleich, gelöschter Kalk und ein paar frische Kräuter wie Kerbel und Zitronengras weisen schön auf den Muschelkalk hin, könnte aber auch fast schon Keuper sein. Dann ein ziemlich langer Nachhall, frisch, knackig und elegant zu gleichen Teilen, im Finale vorwiegend Zitronengras mit etwas zitronatigem Trockenextrakt.
Das ist einerseits sehr quirlig, andererseits aber schon wegen der hohen Aromendiversität auch sehr ernsthaft unterwegs; von der einstigen Kargheit bei der Vor-Ort-Verkostung in 2018 ist überhaupt nichts übrig geblieben, die deutliche Substanz führt aber auch nicht ansatzweise ins Behäbige. Also quasi ein unbeschwerter Spaßwein auf hohem Niveau, der nunmehr im neunten Jahr wunderbar erwachsen scheint, aber noch keinerlei Altersnoten, geschweige denn -gebrechen aufweist. Mal wieder einer dieser Nicht-Natur-Silvaner, die ich weiterhin gerne in meinem Keller begrüße! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/03/08/jetzt-is-soweit/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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