Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 03.02.24 15:17

Bezeichnung: [Cuvée] - Rosé - [3. Charge] - Zero Dosage - brut nature - Österreichischer Sekt
Winzer/Produzent: Die Winzerei - Harald Pairits
Land / Region: Österreich - Leithaberg
Jahrgang: 2012
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus hauptsächlich früh gelesenem und nach einigen Stunden Maischestandzeit gepreßtem Blaufränkisch sowie etwas Saftabzug von Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon, zéro Dosage, nach 10 Jahren Hefelager dégorgiert, versektet bei Szigeti, L01/22
Preis: 19 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.05.2023
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 20.01.2024
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.07.2023:

Fürs Äuglein gibt's helleres Apricot, mittelfeiner Blubber mit Ausdauer, entsprechend der Farbe auch der nasale Eindruck mit Aprikosen, Mandarine und leicht Preiselbeere auf recht filigrane Art. Am Gaumen dann nochmals orangerer im Eindruck, wobei die Frucht weiterhin auf der feinen, aber keineswegs dünnen Seite bleibt, der Extrakt sorgt für einen distinguiertes Süßeeindruck, das "Zéro" führt hier nicht zur Kargheit; dazu eine deutliche, aber nicht vorlaute Säure, darunter eine feine Kalk-Hefe-Spur. Beim ziemlich langen Abgang dann der deutlichste Süßeeindruck, jedoch auf die recht herbe Art, freien Zucker gibt's naturgemäß nicht, vor allem nicht in der geschmacklichen Wahrnehmung, im Finale dann eine Art fruchtfreies oranges Aroma, am ehesten paßt hier noch Cantaloupe-Melone fern jeder Melonendropsigkeit.

Der Unterschied zur 2. Charge ist schon eklatant, nicht nur das Fehlen der "Zuckerschminke" macht sich -zumindest für uns- äußerst positiv bemerkbar, die Konzentration auf nunmehr eher orange Aromen macht den Sekt ziemlich outstanding. Die 10 Jahre Hefelager merkt man für sich gesehen kaum, der aromatische Unterschied der zusätzlichen 6 Jahre auf der Hefe relativ zur 2. Charge macht sich aber erheblich mehr bemerkbar, als ich das vermutet hätte. Jedenfalls hat man kein flaumig-barockes Hefemonster im Glas, sondern ein immer noch ziemlich frisch und sogar etwas jugendlich-rabaukig wirkendes Schaumgetränk, das aber trotz "Zéro" alles andere als asketisch daherkommt. Hr. Pairits hat mir auch geschrieben, daß der 12er Sekt mit seinen verschiedenen Stadien ein einmaliges Experiment sei, wohl auch deshalb, weil er sich eher schleppend verkauft. Das fände ich persönlich schade, aber was kann man dagegen tun? Kaufen, kaufen, kaufen!

Wertung vom 07.07.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 20.01.2024:

Optisch sind wir bei lachsfarben bis apricot, mittelfeine Perlage mit hoher Ausdauer. Geruchlich dann Mandarine, Physalis und etwas rote Preiselbeere mit leicht hefiger Unterlage. Schmeckt etwas oranger als es das Bukett angekündigt hat, leichte Extraktsüße, feine, aber auch potente Säure, noble Kalkbasis mit kleiner Hefespur. Dann ein langer, feiner Nachhall mit wieder deutlicher Konzentration auf der orangen Fruchtseite, hier auch Cantaloupe-Melone der unplakativen Art.

Es ist noch nicht soo lange her, daß ich diesen Schäumer im Glas hatte, insgesamt eine schöne Bestätigung meiner letzten Notiz.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2024/01/27/54-weinrunde-in-munchen/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2023/07/08/kaufen-kaufen-kaufen/
Link 3: -
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