Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.01.26 21:08

Bezeichnung: Pinot bianco - De Silva - Südtiroler DOC
Winzer/Produzent: Peter Sölva
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Weißburgunder
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: sonstige
Weitere Angaben: DIAM 10-Verschluß, L 11171
Preis: 14,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 03.04.2018
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 22.01.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 13.07.2023:

Im Glas ein ziemlich helles Strohgelb, geruchlich zeigen sich leicht mehlige Melonen der gelben Art, auch Kaktusfeige ist im Spiel. Geschmacklich kommen zwar auch noch Nektarinen dazu, insgesamt wirkt die Frucht aber auch im 7. Jahr relativ primär, wenn auch nicht dropsig bzw. plakativ; die Säure ist zwar gut dosiert, dennoch wirkt sie recht vernebelt, steinseitig assoziiere ich in erster Linie Speckstein. Der vergleichsweise lange Abgang wird durch eine Art weißes Bitterchen eingeleitet und endet dann fruchtlos im Speckstein-Penaten-Bereich.

Ist nun so gar nicht wie erwartet bzw. erhofft, dieser PB zeigt quasi überhaupt keine Reife, er wirkt irgendwie seltsam steril bis unantastbar. Da ist nichts objektiv Schlechtes dran, aber der Funke springt nicht über. Dabei habe ich frühere Jahrgänge schon mal begeistert in den 3er-Himmel gelobt, schade...

Wertung vom 13.07.2023: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25

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Verkostung vom 22.01.2026:

Im Glas ein leuchtendes Zitronengelb, das Bukett zeigt zuckerfreies, frisches Zitronat nebst reifer Kaktusfeige und etwas Nektarine. Am Gaumen ist die Frucht immer noch eher primär unterwegs, wird aber durch etwas helle Würze recht schön wie ernsthaft begleitet, eine deutliche Extraktsüße wird durch die gut eingestellte Säure angenehm in Schach gehalten, dennoch wirkt der Wein ganz leicht glykolig in nicht unangenehmer Weise, dann noch ein minimales Koriandersaatbitterchen, mineralischerseits wirkt’s fast neutral, am ehesten kommt mir Speckstein ohne seifige Begleiterscheinungen in den Sinn. Beim gut langen Abgang schabt die trockene Extraktsüße etwas in der Mundhöhle, die Frucht schaut zwar leicht zum Kitsch hin, überschreitet die Grenze aber nicht, im Finale dann eine Art leicht salziges Nektarinenelixier.

Im nunmehr zehnten Jahr hat’s der Wein endlich geschafft, etwas ernsthafter aufzutreten und die Jugendsünden weitgehend abzulegen. Dennoch wirkt das immer noch reichlich jugendlich, auch wenn Extrakt und Säure jetzt gut zusammenspielen. Das ist jetzt in einem Stadium angekommen, in dem ich zwar nicht (mehr) überschwenglich „hurra“ schreie, aber mit einer gewissen Freude kann ich’s nun doch trinken, eignet sich also gut zum Einsatz in gemischter Runde, wobei der Wein zum Essen tatsächlich besser funzt als solo danach. Also insgesamt eine erfreuliche Entwicklung!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/01/22/von-der-zeit-unbehelligt/
Link 2: -
Link 3: -
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