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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 02.08.26 21:33 |
| Bezeichnung: |
[Cuvée] - Clarete - La Palma DO |
| Winzer/Produzent: |
Victoria E. Torres Pecis |
| Land / Region: |
Spanien - Islas Canarias |
| Jahrgang: |
2018 |
| Typ: |
Rotwein |
| Rebsorte: |
Cuvée |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
Cuvée aus hauptsächlich Listán blanco, Albillo Criollo und Negramoll, L Cla/2018 |
| Preis: |
17,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Wein am Limit - 25.08.2020 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
02.08.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 05.08.2023:
Farblich haben wir hier ein leicht schmutzig wirkendes Rubinrot mit relativ hoher Transparenz, für das Riechgerät gibt's eine reduktive Mischung aus Vulkanisiergel, Gummi und etwas Schwefel vor der beerig-pflaumigen Sekundärfrucht. Geschmacklich taucht dann noch einiges an Salz auf, mit der Säure kommen auch mit Rote Beete eingefärbte Zitrone und Pampelmuse mit, knarztrockene Anmutung, eher wenig Tannine, dennoch leichte Adstringenz. Abgangsseitig dominiert dann auch das Dreieck Salz, Säure, Organik, die Frucht spielt hier gar keine Rolle mehr.
Anfangs war dieser Rot-Weißling noch etwas kleberlastig, das hat sich jedoch zugunsten der vulkanischen Mineralik plus Salz und Säure sehr schön eingependelt, polarisierend bleibt das Ganze aber allemal, so mancher würde diesem Wein wohl auch grobe Fehlerhaftigkeit attestieren, in Spanien reichte es aber immerhin zum DO-Status. Zum heutigen Essen paßte das zwar gar nicht, da viel weniger roséartig als erwartet, machte dafür aber solo umso mehr Freude!
Wertung vom 05.08.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 02.08.2026:
Im Glas ein leicht schmutzig wirkendes Kirschrot mit höherer Transparenz, geruchlich erstmal Salz und Basalt, deutlich dahinter sehr mürbe Sauerkirsche, auch was Rotbeeriges, weiters etherische Kräuter, angeführt von Eukalyptus und Melisse. Geschmacklich ebenfalls diese wunderbar etherisch unterlegte Rotfrucht mit Salz- und Vulkanbegleitung, dazu eine strahlende wie agile und doch auch reife Säure, neben Salz und Basalt auch roterdige Assoziationen, keine Ahnung, wo die herrühren. Dann ein mehrminütiger Abgang, der die rote Frucht in ungemein etherischer Art zuspitzt, im Finale dann auch gelbpilzige Noten.
Wenn man mal da gewesen ist, wo der Wein herkommt, dann erschließt sich einem die Aromatik des Clarete glockenklar: am Fuß des Vulkans im äußersten Süden der Insel die Saline und im Verlauf nach oben der seit dem letzten Ausbruch von 1971 immer noch weitgehend schwarze Berg, im Wesentlichen nur durch die vereinzelten Reben farblich unterbrochen. Das Ergebnis ist ein einerseits karger und doch auf seine Art äußerst intensiver Wein, hier wird der Begriff Terroir tatsächlich auf die Spitze getrieben. Bei aller Intensität des Ausdrucks ist dies aber dennoch kein Blockbuster, sondern eine Art Aneinanderreihung filigraner, klarer Bestandteile zu einem letztlich doch irgendwie monumentalen Ganzen, überspitzt ein tänzelnder Sumo-Ringer, ein Wein, der mich echt nachhaltig berührt! Vor allem auch deshalb, weil ich diese drastische Entwicklung nach vorne so gar nicht erwartet hatte, der Weg führte zum Glück weit weg von der Kleberfabrik! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/08/02/rot-weis-vom-vulkan/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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