Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 17.04.26 19:15

Bezeichnung: Grüner Veltliner - Vießling Ried Schön - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Martin Muthenthaler
Land / Region: Österreich - Wachau
Lage: Schön (Vießling - Niederösterreich) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Grüner Veltliner
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: LN10096/18
Preis: 38 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Kössler und Ulbricht - 23.06.2022
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: schlecht
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 17.04.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 14.10.2024:

Im Glas ein leuchtendes, leicht schwefeliges Goldgelb, nasal zeigt sich recht intensiv noch sehr frisch wirkende und doch schon sekundäre Frucht wie Nektarine, reife Kaktusfeige und auch an sich nicht ganz reife Mango, ein Wiesenkräuterhauch schwebt über allem. Geschmacklich dann gleich ein etwas malziges Pfefferl, erst danach zeigt sich die relativ opulente, aber nicht mastige Frucht, der zum Glück eine recht stramme Säure gegenübersteht, bodenseitig würde ich auf was Lehmig-Sandiges tippen. Abgangsseitig kantelt und schabt dann der Extrakt in Kooperation mit dem weißen Pfeffer etwas, die Säure hält das aber gut im Zaum.

Auch dieser objektiv sehr gut gemachte GV kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß diese Sorte in klassischer Machart -ähnlich wie beim Silvaner- bei mir ein Auslaufmodell ist und zumindest vorerst bleiben wird. Dabei ist der Wein komplex wie spannend, die Säurestruktur ist sehr animierend, aber die Frucht ist halt einfach für meine aktuellen Vorlieben fast zu wuchtig, die Extraktsüße etwas zu vorlaut. Deshalb schwankte ich eine Zeit lang zwischen „1er“ und „2er“, hab mich dann aber doch für Letzteres entschieden, weil dies unbestritten ein sehr schöner Essensbegleiter für manche Fleischspeisen ist, die eigentlich nach einem helleren Roten schreien, solche Anwendungsfälle kommen bei mir häufiger vor. Also wenn schon GV aus der Wachau, dann vorzugsweise aus dem Spitzer Graben!

Wertung vom 14.10.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 17.04.2026:

Farblich ein recht dichtes Goldgelb, nasenmäßig zeigt sich eine etwas kantige Fruchtmélange aus Zitrone, Pfirsich und Kaktusfeige, auch ein bißchen saure Mango spielt mit, das Ganze garniert mit gelbblühender Frühlingswiese. Am Gaumen kantelt die einigermaßen stramme Frucht ebenfalls ein bißchen, das liegt aber auch an einer deutlichen Salz-und-Pfeffer-Spur, dazu leistet die recht potente Säure gute Arbeit; bodenseitig assoziiere ich an sich wieder was Lehmig-Sandiges, jedoch mit ein paar kühlenden Einschlüssen. Abgangsseitig hat man recht lange was davon, hier wirkt die Frucht allerdings schon recht rustikal, gleitet aber nicht ins Plakative ab, im Finale dominieren Salz und Pfeffer.

Nach gut eineinhalb Jahren hat sich nichts Grundsätzliches verändert, insgesamt würde ich meinen, daß der GV trotz der recht kompakten Frucht etwas klarer, vielleicht sogar schlanker daherkommt, ohne daß wir über irgendwelche Substanzmankos sprechen müßten. Also immer noch ein objektiv gut gemachter Essensbegleiter, der auch noch lange nicht am Ende ist, der aber dennoch nicht (mehr) so richtig auf meiner Linie liegt; aber es gibt ja noch andere Menschen in meinem Umfeld, die solch Zeuch sehr gerne im Glas haben…
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/04/17/wo-die-wachau-am-kuehlsten-ist/
Link 2: -
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