Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 08.08.26 16:29

Bezeichnung: L'Extra Lucidre - [brut] - Cidre Normand
Winzer/Produzent: Domaine des Cinq Autels
Land / Region: Frankreich - Normandie
Jahrgang: 2020
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Äpfel
Alkohol (Vol.%): 5,5
Verschluss: sonstige
Weitere Angaben: Agglomeratkork, EMB 14208-A-01 (Kork)
Preis: 13 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Made in Calvados - 23.07.2025
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 07.08.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 15.11.2025:

Optisch ein leicht trübes, dennoch leuchtendes Orangegelb, recht feiner wie ausdauernder Blubber, nasal gibt’s stark reduzierte, fast etwas staubige Orangen und Mandarinen vor dem eigentlichen Mostapfelaroma, ein paar feine Eisensalze im Anflug. Geschmacklich können sich die apfeligen Aromen etwas mehr behaupten, insbesondere die ledrigen, trotz Knarzetrockenheit und präsenten Gerbstoffen präsentiert sich der „Lucidre“ aber erstaunlich weich ohne deshalb weichgespült zu wirken, bodenseitig kommt zum Eisen(III)oxid noch eine Ladung Kalk dazu. Dann ein mehrminütiger, flaumiger und dennoch auch etwas kantiger Nachhall, der ebenfalls eine wunderbare Balance zwischen herber Ernsthaftigkeit und schmeichelnder Eleganz hinbekommt.

Das ist einer dieser gar nicht mal soo häufigen Cidres, die einerseits den anspruchsvollen Nerd (bzw. hier sogar noch in der Extremform des Trockenfuzzis) in höchstem Maße beglücken können, andererseits jedoch auch beim eher ungeübten Publikum deutliche Zustimmung erhaschen kann. Bei tatsächlichen 16 Grädern -aufgrund massiver Sonneneinstrahlung im Voralpenland aber derer gefühlten 23- ein Hochgenuß als Begleitung zu bretonischem, dosierten Meeresgetier…

Wertung vom 15.11.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 07.08.2026:

Ich beziehe mich mal wieder bequemerweise auf meine obenstehende Erstnotiz, diesmal gibt’s aber doch etwas signifikantere Abweichungen: das Geschäume ist bei dieser Flasche nicht mehr ganz so gut beieinander, was dazu führt, daß der Cidre mit steigender Temperatur schnell an Spannung verliert, weshalb es dann immer nur Einzelschlucke ins Glas gab. Ansonsten bestätigt sich der aromatische Eindruck der Erstbegegnung ganz gut, die Steinseite zeigt jedoch sich etwas geschmeidiger durch einen signifikanten Talcumanteil. Ob einfach Reifeprozeß oder nicht ganz so toller Verbundkorken, sei mal dahingestellt, hat mich gestern jedenfalls weniger begeistert als im November letzten Jahres…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/08/08/leuchtender-apfel/
Link 2: -
Link 3: -
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