Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 14.03.26 21:00

Bezeichnung: Silvaner - indiGenius - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Rothe
Land / Region: Deutschland - Franken
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 4954 022 17
Preis: 28 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 20.12.2025
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 11.03.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Ein minimalst getrübtes Gelborange im Glas, die Nase erreicht ein anfermentierter Mix aus Orange, Pfirsich und Kaki, dezent etherisch, ein Hauch brandfreier Cointreau, etwas teeig, Ankündigung einer feinen Salzspur. Am Gaumen wirkt die Salzspur etwas breiter als erwartet, ist aber durch hohen Kalianteil recht geschmeidig und stellt sich klar vor die Frucht, die hier vermehrt auf die Etherik setzt, die Säure arbeitet eher im Hintergrund, verrichtet aber dennoch sehr gute Dienste. Beim folgenden Mehrminüter wird der Natriumanteil im Salz etwas höher, was zu einer rechten Kantigkeit führt, die sehr belebend wirkt, dahinter dreht die Frucht in getrockneter Form nochmal gut auf.

Wenn jetzt noch etwas Basalt dazu käme, wäre ich gedanklich auf La Palma bei den Weinen von Victoria Torres, aber ohne dies sähe es mit der Verortbarkeit im Blindverkostungsfall bei mir ehrlich gesagt mager aus, was aber -für mich- nix Schlimmes ist. Es gibt ja nicht wenige Leute, für die der Herkunftscharakter beim Wein das höchste Gut ist. Finde ich zwar auch faszinierend wenn’s denn funktioniert, aber ein Wein, der mehr den Vorstellungen des Winzers entspricht und weniger dem Terroirgedanken folgt, ist deshalb für mich nicht per se weniger wert. Auf dem Rückenetikett weist der Winzer darauf hin, daß der Silvaner seit über 350 Jahren indigen in Franken ist und möglicherweise schmeckte das damals auch in etwa so, wäre dann im traditionellen Sinne sogar wieder typisch. Interessanterweise ist dieser Wein auch trotz Minimaltrübung und „aufregend anders“ erfolgreich durch die Qualitätsweinprüfung geflutscht (anders als der 15er), heißt auch irgendwie was. Insgesamt jedenfalls ein wunderbarer Speisebegleiter als auch Soloist, der im nunmehr zehnten Jahr keinerlei Gebrechen zeigt. Und die jetzige oder einstige Typizität oder auch Nicht-Typizität ist mir gerade so was von egal…

Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: der Wein steht völlig unbeeindruckt von der vielen Luft in der Flasche im erneut gefüllten Glas, einzig die Salzspur wirkt ein bißchen breiter, ohne deswegen die sonstige Aromatik zu verdrängen, vermutlich würde das auch zwei Wochen mit Luft unbeschadet überstehen...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/03/11/aufregend-anders/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 64 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2024 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung