|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 15.03.26 20:33 |
| Bezeichnung: |
Müller-Thurgau - Nordheimer Vögelein - Gegenstrom - [trocken] - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Rainer Zang |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Vögelein (Nordheim - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Müller-Thurgau |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 4423 001 20 |
| Preis: |
14 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 11.11.2023 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
15.03.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Messingfarben scheint’s aus dem Glas, geruchsmäßig erst mal arg verhalten, nach und nach entfalten sich vor allem gelbe, mürbe Apfelschale sowie Kurkuma. Am Gaumen kommen auch florale Noten in Form einer gerade geöffneten Nachtkerze dazu, mit der Zeit entwickelt sich einiger Sekundärextrakt, der auch von einer Art konzentrierter, aber nicht plakativer Honigmelone stammen könnte, alles wieder schön mit Kurkuma gewürzt; die Säure ist recht schön austariert und erhält wesentlich Unterstützung von Salz und einer Spur weißem Pfeffer, bodenseitig ist das Ganze einerseits kalkig, weist aber deutlich specksteinige Beigaben im angenehmen Bereich auf. Dann ein sehr langer Abgang, bei dem Kurkuma und Salz die erste Geige spielen, der Rest folgt im Oberschwingungsbereich.
Das wieder mal so ein Grenzfall hinsichtlich der Qualitätsweinprüfung, jedenfalls kommt’s mir so vor. Denn typisch Müller ist hier -zum Glück- gar nichts, auch wenn sich einem die Sorte mit Wissen darum durchaus erschließt, blind erraten würde ich das jedoch sicher nicht. Aber gefühlt werden in Franken öfters mal Weine von erfahrenen Prüfern wohlwollend durchgewunken, die in anderen Regionen die Typizitätshürde sicher nicht nehmen können; der Wein muß halt „sauber“ sein und das ist hier ohne Wenn und Aber der Fall. Der MT ist dabei gar nicht mal hyperkomplex, aber er verfügt über eine höchst eigenständige Aromenkombi und ist strukturmäßig fast schon „groß“, dabei überwiegend auf der phenolisch-mineralischen Seite unterwegs. Schön, daß eine Handvoll Winzer in Franken mit Nachdruck zeigen, was alles in dieser verkannten Sorte steckt! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/03/15/untypischer-qualitaets-mueller/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 34 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|