Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 09.05.26 21:48

Bezeichnung: [Cuvée] - Les Empreintes - extra brut - Champagne [AOP]
Winzer/Produzent: Laherte Frères
Land / Region: Frankreich - Champagne
Jahrgang: 2014
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus 50 % Pinot noir („Les Rouges Maisons“ kalkhaltiger Silex, 1983 gepflanzt) sowie 33 % Chardonnay (blanc) und 17 % Chardonnay Muscaté („Les Chemins d’Epernay“, Kalkboden, 1957 gepflanzt), im Januar 2020 mit 4 g/l Dosage dégorgiert., 2991 Flaschen L.15
Preis: 60,49 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Grands Bourgognes - 30.03.2022
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 09.05.2026
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Farblich ein fortgeschrittenes Goldgelb, eher verhaltene, feine Perlage, die jedoch gut durchhält; riecht nach einer feinen, leicht oxidativen Backapfelmischung mit Rosinen und etwas Marzipan, beides in zuckerfrei, dazu eine recht deutliche Säureankündigung. Am Gaumen wirkt diese Backapfeligkeit ungewohnt grazil wie frisch, Marzipan und Hefe bzw. die resultierenden Autolysenoten gehen eine recht eigene Symbiose ein, ein paar weiße wie rote Johannisbeeren gesellen sich noch dazu, weiters ein Hauch leicht bitterer Kräuter sowie auch etwas welker Löwenzahn; die Säure wirkt sehr klar und jugendlich und sorgt so für eine gewisse Spannung gegen die reiferen Noten der Fruchtseite, mineralischerseits wirkt’s hinter dem feinen Hefeschleier kalkig-tonig. Der folgende Mehrminüter hebt dann in erster Linie eine recht noble, zuckerfreie Sauerkaramellnote hervor, der sich alles andere unterordnet, im Finale dann wieder etwas von dem welkenden Löwenzahn.

Ich bin ja nicht per se ein Freund gereifter und / oder oxidativer Schaumgetränke, aber hier gelingt es tatsächlich wunderbar, einen animierenden Spannungsbogen zwischen Jugend und Reife zu schlagen. Dabei war ich beim ersten Schluck fast „underwhelmed“, aber je mehr ich mich mit dem Wein beschäftigt habe, desto mehr Facetten hat er offenbart, er wurde mit der Zeit auch deutlich konturierter bzw. die Differenzierbarkeit der Einzelaromen ist signifikant gestiegen. Also letztlich ein Champagner, den ich ohne Umschweife „groß“ nennen würde, ist auch für mich gerade auf dem Punkt, viel älter brauche ich das wohl nicht, wobei dieser Jahrgang sicher auch in zehn Jahren die entsprechende Klientel noch begeistern kann. Was ich aber leider nicht einschätzen kann, ist der aromatische Einfluß des Chardonnay Muscaté, den ich auch nicht in reinsortig kenne, vielleicht sind die leicht floralen Löwenzahn-Noten auf die Sorte zurückzuführen? Kann sein, muß aber nicht…
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/05/09/geduldeter-champagner/
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