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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 03.06.26 19:35 |
| Bezeichnung: |
Pinot noir - Siefersheimer Heerkretz - trocken - VDP.Große Lage - GG |
| Winzer/Produzent: |
Wagner-Stempel |
| Land / Region: |
Deutschland - Rheinhessen |
| Lage: |
Heerkretz (Siefersheim - Rheinhessen) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Rotwein |
| Rebsorte: |
Spätburgunder (Pinot noir) |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
sonstige |
| Weitere Angaben: |
DIAM30-Verschluß,
AP 4 316 142 19 22 |
| Preis: |
46 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 14.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
03.06.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Im Glas ein dunkles Kirschrot mit geringerer Transparenz, nasenmäßig sind wir bei leicht mürben Schwarzkirschen plus kleinerer Anteile an Johannisbeeren -rot und schwarz-, auch ein paar zuckerfreie Preiselbeeren tauchen auf; das Ganze spielt sich in der Nähe eines Herbstwaldes ab, der mit etwas Luft langsam näher kommt, mit viel Luft zeigt sich dann auch etwas Totholz und Muskatblüte. Gaumal nimmt die Kirsche noch etwas mehr Raum ein und ist nicht ganz so mürbe wie angekündigt, saftelt aber auch nicht, die Beeren oberschwingen hier nur; der Wald ist immer weiter entfernt als nasal gerade wahrgenommen, die Säure ist relativ stramm aber nicht fordernd, steinseitig wirkt’s kühl und kantig, wie ein Mix aus Basalt und Glimmer. Dann ein recht langer, im Wortsinn fein-herber Nachhall, der die kühle, fast etwas schroffe Mineralik hervorhebt.
Das könnte man meines Erachtens auch gut mit einem Ahr-Spätburgunder verwechseln, was wohl dem Boden vulkanischen Ursprungs -Rhyolith- geschuldet ist, auch wenn Schiefer im Detail etwas andere aromatische Spuren hinterläßt. Deshalb läßt sich das bei genauerer Betrachtung auch in keine der mir bekannten Schubladen einordnen, nach einer Anlaufzeit von etwa einer Stunde sowie leicht gekühlt (ca. 16 °C) entwickelt das einen ganz eigenen Reiz, vor allem die Kombination aus kühler Filigranität und leicht wärmenden, nur ansatzweise stoffigen Frucht- und Holzelementen führt zu einigem Spaß im Glas und rechtfertigt auch irgendwie die Verwendung der beiden, französischen und deutschen Rebsortensynonyme auf den Etiketten. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/06/03/noch-eine-eigene-spaetburgunder-stilistik/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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